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Integriertes Handlungskonzept Kohlscheid-Zentrum: Stadt erhält Fördergelder in Millionenhöhe für Städtebauförderung
Unter dem Leitgedanken „Kohlscheid verbindet“ hatte die Stadt Herzogenrath gemeinsam mit der Planungsgruppe MWM im vergangenen Jahr ein auf vielen Hinweisen aus der Bürgerschaft basierendes Stadtteilentwicklungskonzept erarbeitet. Nachdem im Sommer 2025 ein entsprechender Förderantrag zur Umsetzung des Konzeptes gestellt worden war, liegt nun der Zuwendungsbescheid von der Bezirksregierung Köln vor. Dieser wurde dem Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian in einer Feierstunde am 12. Oktober 2026 von Regierungspräsident Gregor Lange überreicht. So erhält die Stadt Herzogenrath aus Landes- und Bundesmitteln in den kommenden Jahren insgesamt knapp 16,3 Millionen Euro für die Stadtteilentwicklung des Kohlscheider Zentrums, was 60 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten von 27,1 Millionen Euro entspricht. Schon für Planungsleistungen und erste Maßnahmen in diesem Jahr erhält die Stadt Herzogenrath eine Projektförderung in Höhe von knapp 2,65 Millionen Euro. Zum Vergleich: Für die Innenstadtentwicklung von Herzogenrath-Mitte hatte die Stadt Herzogenrath vor knapp zehn Jahren eine Fördersumme in Höhe von knapp 6,4 Millionen Euro erhalten und damit bei einem Eigenanteil von 30 Prozent unter anderem ein Lichtkonzept und die Wurmpromenade realisiert.
Das Integrierte Handlungskonzept für das Kohlscheider Zentrum ist in mehrere Teilmaßnahmen unterteilt, die darauf zielen, funktionale und städtebauliche Defizite abzubauen und den Stadtteil als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Einkaufsstandort nachhaltig zu sichern und deutlich aufzuwerten. Insgesamt sollen fast 30 Maßnahmen angegangen werden, die von konzeptioneller Vorbereitung über zentrale Baumaßnahmen bis zu begleitenden Steuerungsmaßnahmen reichen. Die größten Posten in dem Maßnahmenpaket sind die Schaffung einer zusammenhängenden Platzfläche vor der Kirche St. Katharina sowie die Stärkung der außengastronomischen Nutzungen am Kohlscheider Markt, die Sanierung der Mehrzweckhalle am Bürgerhaus sowie eine Neugestaltung und Neuordnung des Bahnhofsvorplatzes und der Bahnstraße. Gerade letztere Maßnahme soll die Aufenthaltsqualität rund um den Bahnhof, aber auch die Zuwegung im Umkreis deutlich verbessern. Auch eine Aufwertung des Parkes am Ehrenmal, eine Verbesserung der Verkehrssicherheit an der Kreuzung Alte Bahn / Weststraße und die Errichtung einer Begegnungsstätte an der ehemaligen Grube Langenberg mit Quartiersplatz sind Teil der in den kommenden zehn Jahren umzusetzenden Planungen. Ebenfalls berücksichtigt werden in dem Konzept die schon begonnene Umgestaltung der Einsteinstraße sowie Fuß- und Radwege auf dem ehemaligen EBV-Gelände.
Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian freute sich sehr über den zweiten millionenschweren Fördermittelzuwendungsbescheid innerhalb weniger Tage, nachdem zuletzt auch die Förderung des Neubaus des C1-Traktes der Merksteiner Europaschule bewilligt worden war:
„Mit der Förderzusage erhalten wir eine starke Grundlage, um die Zukunft Kohlscheids aktiv zu gestalten. Unser Ziel ist es, das Zentrum als lebendigen Ort zum Wohnen, Einkaufen und Begegnen zu stärken und die Aufenthaltsqualität für alle Generationen spürbar zu verbessern. Besonders wichtig ist mir, dass die Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft in diesem Prozess ihren Platz finden. Denn ‚Kohlscheid verbindet‘ ist nicht nur ein Leitgedanke, sondern unser Anspruch, den Stadtteil gemeinsam mit den Menschen vor Ort nachhaltig weiterzuentwickeln.“
