Tempo 30 Schild

Auto

"Tempo 30" in Herzogenrath

Seit 1991 gilt in allen Wohngebieten der Stadt Herzogenrath "Tempo - 30".

Hier darf nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Aber manchmal muss man auch langsamer fahren, da die örtlichen Gegebenheiten dies erfordern. Dies gilt ebenso für Kraft- als auch Motorradfahrende - ob Anlieger oder Ortsunkundiger.

Mit der Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit soll ein besseres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer erreicht werden, da bei einem Unfall die Schwächeren immer die Leidtragenden sind - hier insbesondere ältere Mitmenschen und Kinder.

Wesentlich begleitet wird dies durch die ständige Bereitschaft der zuständigen Stellen der Polizei sowie der StädteRegion Aachen im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten entsprechend das Geschwindigkeitsniveau zu überprüfen.

Dieser Wunsch wird nicht zuletzt auch von Ihnen als Bürgerinnen und Bürger der Stadt Herzogenrath an die Verwaltung herangetragen.

Deshalb der Appell an alle Verkehrsteilnehmer innerhalb von Wohngebieten:

  • Grundsätzlich langsamer und rücksichtsvoller fahren
  • Nur so ist die Verkehrssicherheit in Wohngebieten weiter zu erhöhen

 

„TEMPO 30“  

WIR BITTEN SIE EINDRINGLICH UM VERSTÄNDNIS UND BEREITSCHAFT

ZUM MITMACHEN

 

"Tempo 30“ hat viele gute Gründe

  • Unfälle haben weniger schwere Folgen
  • Bessere Gefahrenwahrnehmung
  • Kürzere Haltewege
  • Geringere Aufprallwucht
  • Weniger Lärm und Abgase
  • Qualitätssteigerung des Wohnumfeldes
  • Weniger Stress, bessere Verständigung

und dies alles durch ein paar Sekunden mehr für die Sicherheit.

Untersuchungen haben gezeigt, dass für eine Strecke von 500m innerhalb einer Tempo 30-Zone der Zeitverlust erfahrungsgemäß 5 - 10 Sekunden im Vergleich zu einer Straße, auf der man 50 km/h fahren darf, beträgt.

Der Anhalteweg (Reaktionszeit + Bremsweg) ist bei Tempo 30 nur etwa halb so lang wie bei 50 km/h.

Wenn ein Kind 15,00m vor dem Fahrzeug auf die Straße läuft, kann der Fahrer mit 30 km/h noch rechtzeitig anhalten. Mit Tempo 50 km/h kommt es trotz sofortiger Vollbremsung zu einem Aufprall mit kaum verminderter Geschwindigkeit. Schwere oder sogar tödliche Unfallfolgen sind dann unvermeidlich.

Tragen auch Sie somit Ihren Teil dazu bei - beachten Sie die Verkehrsregeln und überschreiten Sie nicht die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

 

„TEMPO 30“

MEHR VERKEHRSSICHERHEIT DURCH   K Ü R Z E R E   BREMSWEGE

 

Was bedeutet Tempo 30 für Fußgänger und insbesondere Kinder

  • Bleiben Sie auch in der Tempo 30-Zone aufmerksam
  • Das Kinderspiel darf nicht auf der Fahrbahn stattfinden; hierzu dienen die Gehwege oder besser noch, spezielle Kinderspielplätze
  • Die Stadt hat Schulwegpläne für jede Grundschule in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gremien der Schule und der Polizei erstellt
  • Empfehlungen wie Ihr Kind sich auf dem Schulweg verhalten soll, gelten auch außerhalb der Schulzeiten
  • Benutzen Sie geeignete Wege für Fußgänger und überqueren Sie die Fahrbahn vorsichtig oder an geeigneten Stellen wie z.B. im Kreuzungsbereich oder an entsprechend vorhandenen Querungsstellen für Fußgänger

Was bedeutet Tempo 30 für Kraftfahrende

Die Verkehrszeichen stehen nur zu Beginn oder am Ende einer jeweiligen Tempo 30-Zone. Eine Wiederholung der Verkehrszeichen innerhalb dieser Zone darf nicht erfolgen.

  • Innerhalb dieser Zone, die mehrere Straßenzüge umfassen kann, gilt: zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h
  • In der Regel gilt in Tempo 30-Zonen die Vorfahrtsregelung „rechts-vor-links“
  • Es ist nicht ausgeschlossen, dass innerhalb von Tempo 30-Zonen weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen ebenfalls durch Ausweisung einer weiteren Zone, wie z.B. ein verkehrsberuhigter Bereich mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit Schritttempo, gelten
  • Im Stadtgebiet Herzogenrath gilt überwiegend beim Verlassen der Tempo 30-Zone, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h innerorts festgelegt ist

Appell an die Kraftfahrenden

  • Nehmen Sie Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer zur Förderung des Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer
  • Zeige Verständnis und Bereitschaft durch Mitmachen, denn: Tempo 30 spielt sich in den Köpfen ab!

 

„TEMPO 30“

MEHR SICHERHEIT FÜR UNS ALLE

 

Hinweise:

Zum Thema Parken

Parken Sie keine Rettungswege zu und belassen Sie eine Restfahrbahnbreite von mindestens 3,00m.

Für ein besseres Miteinander

Sie sollten bemüht sein, sich gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern - Fußgängern, Radfahrenden - partnerschaftlich zu verhalten

Ältere Personen

  • sind in ihrer Sehfähigkeit beschränkt
  • nehmen höhere Töne schlechter wahr
  • haben Schwierigkeiten spontan und angemessen auf Gefahrensituationen zu reagieren
  • sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt

Sehbehinderte und blinde Menschen

Hier ist besondere Rücksichtnahme geboten, da, ob alt oder jung, diese Mitmenschen ihre Umgebung lediglich durch ihre ausgeprägten Sinne wahrnehmen können und zu schnell oder gar rücksichtslos fahrende Kraftfahrende als Gefahrenstelle alleine nur schwer einschätzen können.

Kinder

  • haben ein kleineres Sehfeld als Erwachsene
  • können die Richtung von Geräuschen nur schwer bestimmen
  • reagieren nicht Gefahren bewusst
  • können ihre Bewegungsrichtung nicht sofort verändern
  • können die Fahrgeschwindigkeit nicht abschätzen
  • sehen aus der Froschperspektive und nehmen Größenverhältnisse anders als Erwachsene wahr

Denken Sie daran, dass besonders Kinder sich spontan bewegen, plötzlich ihre Richtung ändern. Konflikte können Sie vermeiden, indem Sie frühzeitig Blickkontakt aufnehmen und das Tempo deutlich verlangsamen.

 

„TEMPO 30“

SPIELT SICH IN DEN KÖPFEN AB