Haus Hauch von Amerika

Wanderung rund um Kohlscheid

Wanderung rund um Kohlscheid 

Wanderbeschreibung von Barbara Schübbe

Die Wanderung ist eine Rundtour und kann an verschiedenen Stellen begonnen, beendet und unterbrochen werden. Sie orientiert sich z.T an dem System „Wandern nach Zahlen“ und verbindet diese. Die Wanderung ist knapp 19 km lang. Sie kann aber in zwei oder drei Etappen gelaufen werden.

Bei der Wanderung kommen Sie an vielen interessanten Stellen der Kohlscheider Geschichte vorbei.

Ausgangspunkt und Endpunkt: Ecke Mühlenstraße/Roermonder Str. Hallenbad
Mit dem Auto: Parkplatz Hallenbad, Forensberger Straße
Mit dem Bus: Anfahrt mit der Linie 47, 47X oder 34: Haltestelle: Hallenbad/Forensberger Straße
                        Anfahrt mit der Linie 54, Haltestelle: Hallenbad/Forensberger Straße

An der Straßenecke Roermonder Str./Mühlenbachstr. gehen Sie ca. 300 Meter in die Mühlenbachstr. hinein, Richtung Horbach.

Wenn Sie an der Straßenecke Mühlenbachstr./Haus Heyden-Str. (Wanderpunkt 26) stehen, sehen sie versteckt unter Eiben ein steinernes Kreuz: das Hagedörnchen. Leider hat es sein Metallkreuz durch Metalldiebe verloren und es steht heute sehr versteckt unter Lebensbäumen.

Kreuz

Das Kreuz war früher ein schmiedeeisernes und stand an einem Hagedorn - einem Weißdornbüschchen. Deshalb ist die Stelle als „Am Hagedörnchen“ bekannt. Es handelt sich um eine uralte Wegkreuzung, die schon im Mittelalter bekannt war. Hier entlang führte ein wichtiger Verkehrsweg von Aachen nach Roermond und Nimwegen. Berüchtigt ist die Stelle auch, weil sich hier die Bockreiter 1762 getroffen haben sollen, um einen Hof in Richterich zu überfallen.

Gehen Sie nun den Berg hinunter, Richtung Horbach. Sie befinden sich auf einem Stück des „Weißen Weges“ und erkennen dies an den Birken mit ihren weißen Stämmen, die extra als Wegmarkierung gepflanzt wurden. Im Frühjahr ist der Weg außerdem gesäumt von weißen Krokussen und Narzissen. Genießen Sie den herrlichen Weitblick, der bis zum Stadtwald von Aachen geht.

Bald sehen Sie auf der linken Seite das Gut Mühlenbach.

Haus Hauch von Amerika

Es handelt sich dabei um einen uralten Hof, der schon 1241 erwähnt wurde. Das jetzige Gebäude geht auf die Jahre 1757 bzw. 1788 zurück. 2020 war das Gut Schauplatz des Films: ein „Hauch von Amerika“ (6-teilige ZDF-Sendung).

Die Mühlenbach Str. führt auf die weiß gekalkte Obermühle zu, die Sie unten im Tal erreichen. (Wanderpunkt 22). Die Obermühle liegt bereits auf Aachener Gebiet.

Mühle

Auch diese Mühle wurde bereits im Mittelalter erwähnt. Sie war eine Bannmühle, das bedeutete, dass alle Anwohner in der Umgebung dort ihr Korn mahlen lassen mussten, was für den jeweiligen Landesherren eine gute Einnahmequelle bedeutete. Die Obermühle wurde durch den Amstelbach angetrieben.

Vor der Mühle schwenken Sie nach rechts. Sie laufen jetzt entlang des Amstelbaches und der Stadtgrenze zwischen Herzogenrath und Aachen. Wenn Sie aufmerksam die Bäume auf der rechten Seite des Weges betrachten, sehen Sie in einer Baumhöhle eine ganze Menge kleiner Engelchen, die sich dort mit der Zeit angesammelt haben.

An der nächsten Weggabelung, sehen Sie geradeaus das imposante Haus Heyden, das ebenfalls zum Aachener Stadtgebiet gehört.

Heydener Ländchen

Das Haus Heyden wurden im 14. Jahrhundert vom Grafen von Jülich als Lehen an den Herren von Bongart vergeben und gab dem umliegenden Land seinen Namen: das Heydener Ländchen. Es bestand bis zum Einzug der Franzosen im Jahre 1794, dann wurde das Heydener Ländchen aufgelöst und zur „Marie“ (Bürgermeisteramt) Pannesheide gemacht. Der Ort Kohlscheid hieß also früher „Pannesheide“.

Das Haus wurde vor einigen Jahrzehnten aufwändig und sorgfältig restauriert und ist heute in Privatbesitz.

Gehen Sie an dieser Weggabelung allerdings nicht links zum Haus Heyden, sondern biegen Sie nach rechts ab, die Straße hoch. Diese führt Sie nach einiger Zeit am Friedhof von Pannesheide vorbei (linker Hand) und in die Bebauung von Pannesheide.

Folgen Sie der Straße, bis Sie an einer Kreuzung mit Bushaltestelle stehen. Dort geht rechts ein sehr unscheinbar Pfad zwischen Hecken ab, das „Viehbesjängsje“ (Viehwaaggang).

Viehwaaggang

Wie der Name vermuten läßt, wurde durch diesen Weg früher das Vieh zur Waage getrieben, die sich an der Ecke Heydenstraße/Stegelstraße befand.

Am Ende des Gässchens stehen Sie vor der Pannesheider Kirche „St. Barbara“.

Biegen Sie nun links ab in die Haus-Heyden-Straße, die noch an das zuvor gesehene Haus Heyden erinnert. Sie kommen an einem Kreisverkehr an und sehen direkt vor sich das Pannhaus (Wanderpunkt 24).

Das Pannhaus

Das Pannhaus gab der Gemeinde Pannesheide seinen Namen. Es ist ein uraltes Bauernhaus, wo früher Getreide in großen Pfannen = Pannen geröstet wurde, um dort Bier zu brauen. Das Pannhaus wurde im 18. Jhdt. von den Bockreitern überfallen, denn der Besitzer Kuckelkorn galt als wohlhabend und der Hof lag damals recht einsam auf weiter Flur.

Am Kreisverkehr biegen Sie rechts ab und laufen die Pannesheider Straße entlang.

Wenn Sie Ihren Blick schräg rechts über die Wiesen schweifen lassen, können Sie nur noch erahnen, wo früher der Westwall stand. Er ist inzwischen ziemlich überwachsen. Nur eine ganz kleine grasbewachsene Erhebung vor den Häusern der Mühlenbachsiedlung läßt noch erkennen, wo einmal ein Westwall-Bunker stand, der aber gesprengt wurde.

Oben an der Kreuzung angekommen (Punkt 57), sehen Sie rechts den Gutshof Vest und links die Reste des alten Zolls.

Gutshof Vest

Dieser schöne, gut erhaltene Hof wurde 1786 erbaut. Es handelt sich um eine fränkische Anlage, die noch einen geschlossenen Innenhof besitzt. Der Hof lag früher an der Durchgangsstraße nach Aachen, hatte eine Pferdetränke und diente vielen Durchreisenden und Soldaten als Zwischenstopp, wo man auch versorgt wurde.


Grenzpfahl
Ehemaliges Zollgebäude

Noch gut erkennbar ist der Grenzpfahl, der die Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland markiert. Heute kann man kaum noch nachvollziehen, dass hier früher Grenzbeamte standen und Fußgänger und Autofahrer kontrollierten. Für die Pannesheidener war dies oft nicht sehr angenehm, weil sie auf ihrem Heimweg auch in der Autoschlange standen, ohne aber die Grenze passieren zu müssen.

Sie sollten aber weder links noch rechts gehen, sondern am Punkt 57 geradeaus in das kleine verkehrsberuhigte Sträßchen, danach die vielbefahrene Roermonder Straße überqueren und an dem Stromhäuschen rechts in den Feldweg einbiegen.

Westwall

Vor sich sehen Sie noch Reste des Westwalls, der die Felder zerschneidet.

Nach wenigen Meter teilt der Feldweg sich wieder und Sie halten sich links und gehen ins Wurmtal hinunter. Dort biegen Sie an der Bahnunterführung (Punkt 59) rechts ab und sofort nach der Bahnunterführung (Punkt 60) halten Sie sich wiederum rechts (Richtung Wanderpunkt 53)

Westwall II

Auch links im Wald zwischen den Bäumen können Sie noch Reste des Westwalls erkennen.

Die Straße steigt allmählich an, sie nennt sich Klinkheider Straße. Hier müssen Sie aufpassen, denn am Waldrand geht sofort ein kleiner Pfad links ab, den man gerne übersieht. Dieser Pfad steigt an, führt über eine Treppe hinauf und endet an der Projektstraße (Wanderpunkt 53). Dort biegen Sie links ab. Die Straße verändert sich bald in einen Waldweg, biegt am Wanderpunkt 52 nach rechts und führt meist entlang des Waldrandes und an einer neu errichteten Wanderhütte vorbei, wo Sie Pause machen können.

Der Weg leitet Sie im Bogen um den Ortsteil Klinkheide herum. Am Wanderpunkt 51 kurz geradeaus zum Wanderpunkt 55. Zwischen den Häusern Nr. 28 und 26 gelangen Sie auf die Straße „An Sichelscheid“.

Der Name erinnert an das ehemalige Anthrazitbergwerk, das hier sein Betriebsgelände hatte.

Sobald Sie an dieser Straße sind, wenden Sie sich nach links und sofort gleich wieder links zwischen den Häusern Nr. 24 und 22 hindurch (kein Wanderpunkt).

Der Weg schwenkt leicht rechts und gelangt auf einen ausgeprägteren Pfad, an dem Sie nach rechts zum Wanderpunkt 64 gelangen. Ab jetzt wird es romantisch, Sie haben zwischen den Bäumen immer wieder schöne Blicke ins Wurmtal hinunter.

An Sichelscheid

Sie wandern auf dem Weitwanderweg E8/A1/X1, vorbei an den Wanderpunkte 64, 62, 65, immer auf und ab. 

Auch hier können Sie nochmals an einer neu errichteten Wanderhütte Rast machen.

Wanderbeschreibung


Am Punkt 66 biegen Sie links ab, Richtung Oststraße, aber bevor Sie diese an der Brücke erreichen, biegen Sie zuvor nochmals rechts ab und gelangen auf direktem Weg zur vielbefahrenen Oststraße. Diese überqueren Sie vorsichtig, biegen nach rechts ab und am Wanderpunkt 69 geht es links in den Wald hinein, Richtung Wanderpunkt 70. Nach diesem Wanderpunkt befinden Sie sich unterhalb des Ostfriedhofes. Am Wanderpunkt 71 erreichen Sie die Straße „Am Langenberg“ und biegen dort links ab.

Burg Wilhelmstein

Jetzt sind Sie mitten im Wurmtal, in der Ferne kann man die Burg Wilhelmstein erkennen.

Am Parkplatz, wo sich Punkt 72 befindet, rechts abbiegen in den Ginsterweg. Nach einem kurzen Stück gelangen Sie zum Wanderpunkt 74, wo Sie links abbiegen und dann dem Wanderweg A 3 weiter folgen. Dieser schlängelt sich über Punkt 75 hinweg immer durch das schöne Wurmtal. Sie sehen die Pumpermühle, die auf der anderen Seite der Wurm, und damit auf dem Gebiet der Stadt Würselen liegt. Weiter geht es zu den Punkten 38, 35, 36, wo Sie sich schließlich an einem Parkplatz befinden. Am Punkt 36 biegen Sie rechts ab, noch bevor Sie auf die Rolandstraße gelangen. Mit diesem Pfad laufen Sie ein Stück parallel zur Rolandstraße, überqueren diese und gelangen zum Punkt 37; im Rücken von Ihnen befindet sich eine Gaststätte. Die vor Ihnen liegende Straße „Rolandshof“ und der weitere Waldweg verläuft auf der Trasse der ehemaligen Bahn, die von Kohlscheid über Rumpen Brücke und weiter über ein Viadukt über die Wurm (leider weggesprengt) nach Würselen führte.

Wir gehen jedoch nicht geradeaus, sondern biegen links ab auf einen Wanderweg, der uns zu den Punkten 27 und 23 führt.

Wanderbeschreibung Gärten

Am Wanderpunkt 23 haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Wenn Sie müde sind und die Wanderung zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen wollen, können Sie entweder steil bergauf zum Wanderpunkt 24 oder (ein bisschen weniger steil) über die Wanderpunkte 47, 48 nach Rumpen zur Rumpener Straße gelangen. An beiden Stellen befindet sich eine Haltestelle der Linie 54, mit der Sie wieder an den Ausgangspunkt zurückgelangen. Ausstieg „Hallenbad Forensberger Str.“.

Wenn Sie aber noch bei Kräften sind, gehen Sie vom Wanderpunkt 23 weiter zum Punkt 47 und von dort nach links über den Wanderweg A4 zum Wanderpunkt 17, der Sie direkt nach Berensberg führt. Auch hier können Sie sich nochmals überlegen, den Bus 54 zurück zum Ausgangspunkt zu nehmen (Sie haben mehr als die Hälfte der Wanderung geschafft), oder weiter zu wandern.

Wer weiterwandert, überquert die große Durchgangsstraße und lässt sich zu Punkt 14 leiten. Sie befinden sich jetzt in Berensberg und wieder an der Stadtgrenze zu Aachen. 

Gehen Sie die Berensberger Straße bis zur Kirche St. Matthias durch. Wenn die Kirche geöffnet ist, schauen Sie ruhig einmal hinein und bewundern Sie die schöne Innenausstattung.

Auf der gegenüberliegenden Seite können Sie durch ein Gitter einen Blick auf das Schloss Berensberg erhaschen. Und daneben liegt der dazu gehörige Gutshof.

Schloss Berensberg

Die Ursprünge von Hof und Schloss Berensberg gehen auf das Jahr 1150 zurück. Es hat viele wechselnde Besitzer gesehen. Im 19. Jhdt. gehörte es dem bekannten Fabrikanten James Cockerill, seit Beginn des 20.Jhdts. ist es in Besitz der Stadt Aachen.

An der Kirche (Wanderpunkt 14) nach rechts zwischen der Kirche und dem Gutshof des Schloss Berensberg, um den Hof herum und danach rechts.

Sie sind jetzt auf dem „Weißen Weg“, der immer wieder durch weiße Wegmarkierungen auffällt. Er verläuft von Aachen über Kohlscheider Gebiet nach Kerkrade. Gleichzeitig befinden Sie sich auf einem Teil des „Aachener Pfades“, einem sehr alten Verbindungsweg zwischen Herzogenrath und Aachen.

Kreuz

Nachdem Sie unter einer Stromspannungsleitung hindurchgegangen sind, kommen Sie an eine Kreuzung (Punkt 15), an dem dieses gusseiserne Wegkreuz steht. Hier biegen Sie links ab.

Sie gehen jetzt auf dem Luhrweg, einem alten Verbindungsweg zwischen Rumpen und Richterich, der auch als Kohleabfuhrweg für die Bergwerke aus Rumpen diente.

Sie sind auf dem letzten Stück freien Feldes, das durch das anliegende Industriegebiet im Laufe der Jahre immer kleiner geworden ist, und haben einen weiten, freien Blick.

Hasenwald


An der nächsten Kreuzung mit der Hasenwaldstraße, an der wiederum ein Wegkreuz steht (Punkt 48), biegen Sie nach rechts ab, Richtung Ürsfeld und Roermonder Straße. Die Wanderung führt weiter in Richtung Ürsfeld.

Wenn Sie aber links schauen, dann sehen Sie nach einigen hundert Metern den Ortsteil „Hasenwald“ liegen, eine sehr alte Ansiedlung, die auch noch zu Kohlscheid gehört und mit ein paar schönen alten Häusern aufwartet.

Die Straße, auf der Sie jetzt gehen, markiert die Grenze zwischen Aachen und Herzogenrath. Der Ortsteil Ürsfeld liegt auf Aachener Stadtgebiet.

Wo die Hasenwaldstr. auf den Küppershofweg trifft, biegen Sie rechts ab und gehen weiter bis zur Roermonder Str..

Rechter Hand liegt ein Sumpfgebiet. Es ist ein Überbleibsel des Weihers von Haus Ottegraven, oder Mittelürsfeld, das leider eingestürzt ist.

Sollten Sie müde sein, können Sie die Wanderung hier beenden und ein andermal fortsetzen. Dazu steigen Sie an der Haltestelle „Ürsfeld“ an der Roermonder Str. in den Bus 47 oder X 47 (Richtung Herzogenrath oder Merkstein) und fahren dann bis zur Haltestelle „Forensberger Straße/Hallenbad“. Von dort gelangen Sie zu Ihrem Auto.

Wenn Sie aber weiter wollen, überqueren Sie die Roermonder Str. an der Fußgängerampel, geradeaus weiter auf einem kleinen Pfad. Das Sumpfgebiet rechts ist ein Überrest des Ürsfelder Schlossweiher. An der nächsten Stelle (Punkt 9) rechts, über 2 Brückchen, bis auf die Straße „Ürsfeld“, dort links. Nach einigen Metern kommen Sie an ein Wegkreuz, bei dem eine Bank steht und wo man eine Rast einlegen kann.

Ürsfeld liegt auf Aachener Stadtgebiet. An der Bank zweigt rechts der Zuweg zum Herrensitz Groß-Ürsfeld ab, der sich heute in Privatbesitz befindet.

Nach der kleinen Rast geht es weiter die Straße Ürsfeld bis zur Abbiegung rechts zum Parkplatz der früheren Firma Krantz, heute GTS Systems – Engineeringpark Ürsfeld (Punkt 10). Sie laufen über den Parkplatz der Firma und sehen an manchen Stellen die Markierungen des Weißen Weges. Am Ende des Parkplatz geht es an einer Hecke links und ab jetzt sind Sie wieder auf Kohlscheider Stadtgebiet. Am Wanderpunkt 18 geradeaus weiter, an den Gleisen entlang bis Punkt 19.

Rechts liegt die Halde Wilsberg, die aus dem Abraum der Grube Laurweg entstanden ist. Der Abraum wurde zur Halde mit einem kleinen Zug gebracht, Reste der Gleise und des Bahnkörpers sind mit etwas Suchen in Wilsberg noch zu erkennen.

An Punkt 19 links unter der Bahn durch und weiter dem Germersweg folgen bis zur Banker Feld Str. hier rechts. Auf der linken Seite steht das Gebäude der ehemaligen Banker Schule, das heute ein Kindergarten ist. Zwischen den Gebäuden des Kindergartens führt ein kleiner Fußweg, der an einem Glascontainer an der Lerchenstraße endet. Diesen Weg können Sie aber nur am Wochenende benutzen, wenn der Kindergarten nicht in Betrieb ist. Ansonsten müssen Sie den Schildern bis Wanderpunkt 20 folgen.

Wenn Sie die kleine Gasse nehmen können, kommt kurz nach den Glascontainern rechts die Straße Marienanger, die Sie ganz durchgehen bis zur Amstelbachstraße, wo Sie gleich den Punkt 20 finden.

Marienmal

Die Siedlung am Marienanger wurde 1949 als 1. Siedlung der Diözese Aachen gebaut. Die ersten Siedler bauten die Häuser noch in Gemeinschaftsarbeit. Die Siedlung steht auf Land des Aachener Doms, das der Mutter Gottes geweiht ist. Ihr zu Ehren errichtete die Gemeinschaft dieses Marienmal, das vom Aachener Künstler Tobolla geschaffen wurde.

Am Punkt 20 gehen Sie in Richtung Punkt 26, auf einem Pfad, der Sie bald ins Tal des Amstelbaches bringt. Auch dieser Pfad führt teilweise entlang der Stadtgrenze zwischen Aachen und Herzogenrath. Am Weg befindet sich ein Hundetrainingsplatz und kurz danach gelangen Sie zu einem asphaltierten Sträßchen. Hier gehen Sie rechts. Sie hätten aber auch noch die Möglichkeiten, links einen kleinen Abstecher zum Geuchter Hof zu machen.

Geuchter Hof

In die Landschaft geduckt, sehen Sie den Geuchter Hof, der zum Gebiet der Stadt Aachen gehört. Der Hof liegt nicht auf dem Weg, aber ein kleiner Abstecher dorthin lohnt sich, weil in einem kleinen hölzernen Verkaufsstand Produkte aus der Region angeboten werden. Und, je nach Angebot, können Sie auch ein leckeres Eis verzehren, um den restlichen Weg noch zu meistern.


Amstelbachterraße

Wenn Sie den Abstecher zum Hof nicht machen wollen, gehen Sie rechts, hinunter zum Bach, überqueren eine kleine Brücke und danach geht es wieder bergan. Linker Hand kommt bald eine Treppe, die Sie hinaufgehen können, um an der Amstelbachterrasse den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen.

Wenn Sie ausgiebig geschaut haben, gehen Sie ein kleines Stück zurück und folgen dem Pfad, der Sie zum Wanderpunkt 26 zurückbringt. Auf dem Weg dorthin passieren Sie die Rückseite der drei Komplexe der Ökosiedlung.

Der erste von drei Komplexen ist Ende der 1980er Jahre entstanden. Sieben Familien suchten eine neue Wohnform, die ökologische und soziale Aspekte in der Planung berücksichtigten sollte. Zwei weitere Komplexe sind dann mit der Zeit hinzugekommen. Die „Alte Windkunst“ , so der Name der Siedlung, wurde bereits zweifach mit Preisen ausgezeichnet.

Stahlskulptur

Am Punkt 26 treffen Sie wieder auf die Stahlskulptur, die auf den Pferdelandpark hinweist.

Sie biegen nach rechts auf die Mühlenbachstraße und kommen an der Roermonder Str. wieder zum Auto oder zur Bushaltestelle.



Fotos und Text: Barbara Schübbe
Quellen: Kohlscheider Straßenspiegel, Heimatverein Kohlscheid
Wanderpunkte unter: Wanderknotenpunkte in Herzogenrath (Städteregion Aachen) | NodeMapp.com

Für die Korrektheit der Wegangaben übernimmt die Stadt Herzogenrath keine Gewähr.