Stadt Herzogenrath erhält knapp 12 Millionen Euro für den Ersatzneubau des Traktes C1 der Europaschule


Die Stadt Herzogenrath hat Anfang Oktober vom Land Nordrhein-Westfalen einen Zuwendungsbescheid für einen im November 2025 eingereichten Förderantrag für die Projektförderung aus dem „Programm für rationelle Energieverwendung, regenerative Energien und Energiesparen - progres.nrw - Programmbereich Energieeffiziente Modulschulen“ erhalten. Die finanzielle Zuwendung beläuft sich auf knapp 12 Millionen Euro, mit denen ein Ersatzneubau des Traktes C1 der in Merkstein gelegenen Europaschule in Modulbauweise realisiert werden soll. Die Fördersumme entspricht 90 Prozent der zu erwartenden Gesamtausgaben für das Bauvorhaben, die bei 13,3 Millionen Euro liegen. Der Zuwendungsbescheid bestimmt die Umsetzung der Baumaßnahme bis Ende Mai 2029. Die Förderbedingungen schreiben zudem vor, dass der bestehende Trakt C1 der Europaschule nach Fertigstellung des Ersatzneubaus abgerissen wird. 

Michael Schmitt, Schulleiter der Europaschule, ist glücklich über den positiven Bescheid und dass es nun bald mit den baulichen Veränderungen an der Gesamtschule los geht: 

„Die Schulgemeinschaft der Europaschule freut sich sehr über den Förderbescheid. Der Neubau des C-Gebäudes unserer Schule ist lang ersehnt, bisweilen auch bei Politik und Verwaltung erkämpft. Nun sehen wir eine Perspektive für eine schülergerechte und zukunftsorientierte Ausbildung in einem Gebäude, das eine angenehme Lernatmosphäre bieten kann.“

Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian betont vor allem die Tragweite der hohen Förderquote, die letztlich auch dem städtischen Haushalt zugutekommt: 

„Diese Förderung ist ein großer Erfolg für Herzogenrath und ein wichtiger Schritt für die Zukunft unserer Europaschule. Wir schaffen moderne, energieeffiziente und barrierefreie Lernräume, von denen die Schülerinnen und Schüler langfristig profitieren werden. Dass das Land 90 Prozent der Kosten übernimmt, ist angesichts unserer angespannten Haushaltslage von besonderer Bedeutung. So können wir dringend notwendige Investitionen in die Bildungsinfrastruktur ermöglichen und gleichzeitig den städtischen Haushalt erheblich entlasten. Von daher danke ich dem Land Nordrhein-Westfalen sehr für die Bewilligung des Förderantrages, aber auch meinen Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung, die sich über Monate hierfür mit großer Tatkraft eingesetzt haben.“

Für den Trakt C der Europaschule hatte die Stadtverwaltung zunächst die Variante einer umfassenden Sanierung geprüft. Hierfür lagen die Kostenprognosen aber bei annährend zehn Millionen Euro. Das durch die hohe Förderquote sehr attraktive Förderprogramms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Fonds für den gerechten Übergang veranlasste die Stadt dann, einen entsprechenden Antrag für den Ersatzneubau in Modulbauweise zu stellen. 

„Die Vorteile eines solch modularen Ersatzneubaus sind insbesondere die relativ kurze Bauzeit, die energetische Effizienz, die Barrierefreiheit und die mögliche Umsetzung moderner Raumkonzepte, was gerade für Schulen optimal ist“, 

erklärt Bastian Görtz von der Abteilung Bauunterhaltung, Um- / Neubauten der Stadt Herzogenrath, der den erfolgreichen Förderantrag konzipiert hatte. 

Dass die Stadt nun nur knapp 1,3 Millionen Euro an Eigenanteil leisten muss, ist angesichts der Finanzlage der Kommune ein weiterer großer Vorteil dieser nun bewilligten Variante.

Aufgrund des engen Zeitplans bis zur notwendigen Fertigstellung des Ersatzneubaus in weniger als drei Jahren hat die Stadt Herzogenrath bereits mit der Erstellung der Vergabeunterlagen an einen Generalunternehmer begonnen. Sie hat sich das Ziel gesetzt, die Ausschreibung noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Übrigens: Auch für den Trakt C2 und den D-Trakt der Europaschule gibt es Pläne: Diese Gebäudeteile sollen bis Ende 2029 umfassend saniert werden. Hierfür sind Fördermittel aus dem Förderprogramm des Rheinischen Reviers vorgesehen. Eine Rückmeldung zum Fördermittelantrag steht aber noch aus.