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Integrationspreis 2026: Herzogenrath zeichnet besonderes Engagement für Integration aus
Vielfalt, Begegnung und gelebte Integration standen am Sonntag, 27. September 2026, im Mittelpunkt des Integrationsfestes der Stadt Herzogenrath und des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration. Von 14 bis 17 Uhr kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher in der Aula des Schulzentrums an der Bardenberger Straße zusammen. Höhepunkt des Nachmittags war die Verleihung des Integrationspreises 2026 an Thannusyaa Karunaharan und die Initiative „LeseHerz“ von MENTOR Herzogenrath.

Rene Schoelzel, © Rene Schoelzel
Mit dem Integrationspreis würdigt die Stadt Herzogenrath seit 2009 herausragendes bürgerschaftliches Engagement für Integration und ein gutes interkulturelles Zusammenleben. In diesem Jahr wurden gleich zwei Preisträger ausgezeichnet, deren Engagement auf unterschiedliche Weise dazu beiträgt, Teilhabe und Chancengerechtigkeit in Herzogenrath zu stärken.
Thannusyaa Karunaharan engagiert sich seit September 2021 ehrenamtlich bei den Falken und ist insbesondere in der Kinder-, Jugend- und Integrationsarbeit aktiv. Ihr Engagement begann in der Hausaufgabenhilfe in Merkstein, wo sie Schülerinnen und Schüler, darunter viele mit Migrations- und Fluchthintergrund, unterstützte. Seither wirkte sie unter anderem bei Sprachcamps, Mädchenprojekten und gemeinschaftsstärkenden Aktionen mit. 2023 übernahm sie zusätzlich leitende Verantwortung und organisierte unter anderem ein Willkommensfest für geflüchtete Kinder. Seit 2024 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Falken.
Mit „LeseHerz“ von MENTOR Herzogenrath wurde zugleich ein Projekt ausgezeichnet, das sich der individuellen Sprach- und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen widmet. Hinter der Initiative, die von Dr. Luzie Haferkorn und Norbert Crolla koordiniert wird, steht ein großes Netzwerk ehrenamtlicher Mentorinnen und Mentoren. Mehr als 68 Aktive engagieren sich derzeit dafür, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu besseren Lese- und Sprachkompetenzen zu begleiten. Kinder werden nach dem 1:1-Prinzip regelmäßig und über einen längeren Zeitraum begleitet. Dabei geht es neben der Verbesserung der Lese- und Sprachkompetenz auch darum, Selbstbewusstsein zu stärken, Bildungschancen zu verbessern und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Das Projekt arbeitet inzwischen mit zahlreichen Grund- und weiterführenden Schulen in Herzogenrath zusammen.
Eröffnet wurde das Integrationsfest von Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian und Frau Derya Kalyoncu, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration. Anschließend sorgten zahlreiche Akteurinnen und Akteure für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Dazu gehörten ukrainische Beiträge, die Tanzwerkstatt Nina Otten, mehrere Auftritte der Sängerin und Musikpädagogin Dilek Alkan, der Schulchor der Grundschule Alt-Merkstein sowie der ukrainische Chor Paragraph 24.
Auch abseits der Bühne bot das Integrationsfest Gelegenheit zu Begegnung und Austausch. Verschiedene Organisationen und Einrichtungen informierten an ihren Ständen über ihre Arbeit. Vertreten waren unter anderem Die Falken, das Gesundheitskiosk der StädteRegion Aachen, MENTOR – Die Leselernhelfer, das Forum für Menschen mit Behinderung sowie Ukraine mit Herz. Türkische und ukrainische Spezialitäten rundeten das Programm kulinarisch ab.
Das Integrationsfest machte damit einmal mehr sichtbar, wie vielfältig das Engagement für ein gutes Zusammenleben in Herzogenrath ist. Die beiden diesjährigen Preisträger stehen beispielhaft für Menschen und Initiativen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dazu beitragen, Barrieren abzubauen, Chancen zu eröffnen und Integration im Alltag mit Leben zu füllen.
Die Stadt Herzogenrath gratuliert Thannusyaa Karunaharan und „LeseHerz“ von MENTOR Herzogenrath herzlich zum Integrationspreis 2026.
