Jubiläumsfeier mit klaren Botschaften und Straßenfest im Zeichen der Jugend


Seit inzwischen 25 Jahren ist das Eurode Business Center (EBC) als transnationales Dienstleistungszentrum auf der Grenze zwischen Herzogenrath und Kerkrade in Betrieb. Das Jubiläum dieses einzigartigen Gebäudes, durch welches die deutsch-niederländische Staatsgrenze verläuft, wurde am 30. Mai im Rahmen eines großen Straßenfestes hinter dem symbolträchtigen Gebäude gefeiert. Neben vielen Vertreterinnen und Vertretern der Eurode-Schwesterstädte waren unter anderem Sabine Verheyen als Mitglied des Europaparlaments, Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier sowie viele Bürgermeister benachbarter Kommunen der Einladung zum Jubiläumsfest gefolgt. Die Feierlichkeiten wurden entsprechend zweisprachig begangen.

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In den Grußworten und Gratulationsreden ging es vor allem um die Bedeutung des EBC für den europäischen Gedanken. Herzogenraths Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian zitierte aus einem Brief seines Vor-Vorgängers Gerd Zimmermann, unter dem das EBC errichtet worden war. Dabei zählte er die eine oder andere Anekdote über die Komplexität des Baus und des Betriebes in den Anfangsjahren auf, bei denen sich zeigte, dass ein solches bi-nationales Gebäude doch einige bürokratische Hürden zu überwinden hatte. Gleichzeitig betonte er in seiner Rede die Symbolkraft des EBC als Zentrum, in dem tagtäglich Grenzen überwunden werden: 

„Das Eurode Business Center ist mehr als Beton, Glas und Stahl. Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Grenzen trennen können – aber nicht trennen müssen. Hier begegnen sich Menschen, Unternehmen, Kulturen und Sprachen. Hier wird Europa nicht diskutiert, sondern gelebt. Das EBC erinnert uns daran, dass mutige Ideen Zukunft schaffen können – wenn Menschen bereit sind, Brücken zu bauen.“

Auch das weitere Programm des Jubiläumsfestes im Schatten des EBC stellte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Herzogenrath und Kerkrade in den Vordergrund. Die Hauptorganisatoren vom Eurode Zweckverband hatten ein Seifenkistenrennen auf der abschüssigen Aachener Straße ermöglicht, bei dem Schülerinnen und Schüler des Herzogenrather Gymnasiums und der Schule „Het Martin Buber“ gegeneinander antraten. Die beiden Schulen arbeiten bereits seit Jahren über Ländergrenzen zusammen. Den Sieg sicherten sich schließlich die Herzogenrather Gymnasiasten. 

Kinderbürgermeister Benjamin Wüstkamp in der Seifenkiste

Das musikalische Rahmenprogramm fokussierte sich ebenfalls auf Internationalität und Jugend: Die Schülerbands „Replay“ und „Diva on a Minefield“ aus Herzogenrath und das Orchester Philoblech sowie die Jugendband „Roses in Ruin“ aus Kerkrade traten auf der Stadtbühne auf.