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Gedenkveranstaltung erinnert an Zwangsarbeiter in Merkstein
Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung erinnert die Stadt Herzogenrath an das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs. Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian wird am Mittwoch, 26. August 2026, um 18 Uhr auf dem Friedhof Lange Hecke in Herzogenrath-Merkstein eine Gedenktafel enthüllen.
Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an die sowjetischen Kriegsgefangenen, die während des Nationalsozialismus auch in Merkstein zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Rund 5,7 Millionen sowjetische Soldaten gerieten im Zweiten Weltkrieg in deutsche Gefangenschaft; etwa 3,3 Millionen von ihnen überlebten diese nicht.
Auch in Merkstein befand sich mit dem Arbeitskommando 133 ein großes Lager für sowjetische Kriegsgefangene. Seit Juli 1942 waren dort weit über 1.000 Menschen, vor allem Gefangene aus den Kämpfen auf der Krim, untergebracht. Sie mussten unter menschenunwürdigen Bedingungen in den Gruben Adolf und Anna II arbeiten. Hunger, Entbehrungen, Misshandlungen und die schwere Arbeit bestimmten ihren Alltag. 43 Zwangsarbeiter kamen in Merkstein ums Leben.
Mit der Gedenktafel soll an die Opfer erinnert und ihr Schicksal dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein verankert werden. Die Gedenkveranstaltung lädt dazu ein, innezuhalten und sich mit diesem Teil der Geschichte Herzogenraths auseinanderzusetzen.
