Unternehmen aus dem TPH vernetzten sich zum Thema Transformation


Unter dem Titel „Transformation, die sich rechnet – Energie, Mobilität und Kosten praxisnah gedacht“ kamen am 28. April 2026 im Technologiepark Herzogenrath (TPH) ansässige Unternehmen und Unternehmer erstmals auf Einladung der Umwelt- und Klimaschutzabteilung der Stadt Herzogenrath für ein Netzwerktreffen zusammen. Auch Vertreterinnen und Vertreter von Politik, STAWAG, Regionetz, IHK und Berufskolleg Nord waren bei dem Networking-Event dabei. Im Fokus der Veranstaltung standen die verschiedenen Wege, mit denen die Wirtschaft und insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen den Herausforderungen der Energie- und Verkehrswende begegnen können. Das maßgeblich von den städtischen Transformationsmanagerinnen Sophia Stratmann und Eva Klee konzipierte Netzwerktreffen sollte dabei insbesondere den konkreten betriebswirtschaftlichen Perspektiven in dieser Thematik eine Bühne geben und den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen vorantreiben.

Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian betonte in seiner Begrüßung vor allem die bereits gelungene Transformation, die sich am Standort des TPH in Kohlscheid besonders gut zeigte. Schließlich sei hier aus einem ehemaligen Kohlerevier in den letzten Jahrzehnten ein wachsender Technologiestandort geworden. Er lobte zudem das Format des Unternehmertreffens, durch das eine Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Klimaschutzmanagern entsteht, welche die Transformationsprozesse für Unternehmen greifbarer und konkret umsetzbar machen soll.

Thomas Herff, Leiter der Umwelt- und Klimaschutzabteilung machte klar, dass Nachhaltigkeit ein Standortvorteil sei, auf den auch die Stadt Herzogenrath seit Jahren setze, beispielsweise durch die Installation von PV-Anlagen oder die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge. Weitere Anregungen dafür, wie die Transformation gelingen kann, gaben den Unternehmern schließlich Klaus Dosch von ResScore, Ralf Urlings von Geotab und Ingenieur Martin Blaschke in ihren Impulsvorträgen. Klaus Dosch verdeutlichte hierbei die aus seiner Sicht vorliegende Alternativlosigkeit von nachhaltigem und klimaschonendem Wirtschaften und betonte hierbei die Verantwortung der Unternehmen. Zudem kritisierte er die Vielzahl an Lobbygruppen, die die Energiewende behinderten.

Ralf Urlings präsentierte die Möglichkeiten, Unternehmensflotten gezielt auf E-Mobilität umzustellen und dabei auch professionelle Unterstützung zu erhalten. Der erfahrene Ingenieur Martin Blaschke stellte in seinem Vortrag verschiedene Fördermöglichkeiten vor und gab darüber hinaus diverse Tipps aus seinem Alltag als Experte für besonders energieeffiziente Lösungen. Anschließend diskutierten die drei Fachleute gemeinsam mit Thomas Herff und dem städtischen Pressesprecher Thomas Blumenhoven über die richtigen Strategien zur Transformation in herausfordernden Zeiten. 



Fragen zur offenen Führungsrolle in Sachen Transformation, der Bewältigung von Transformationskosten, beispielsweise beim Umstieg auf elektrische Fahrzeugflotten oder zu dringend benötigten Förderprogrammen wurden hierbei teilweise kontrovers diskutiert. Einig waren sich alle Diskutanten dabei, dass Unternehmer als Treiber der Transformation mehr Mut aufbringen und Dinge „einfach mal machen“ sollten.

Zum Abschluss tauschten sich die Teilnehmer der Veranstaltung noch zu den Inhalten des informativen Netzwerktreffens aus und knüpften hierbei wertvolle Kontakte untereinander und zu den Experten der städtischen Umwelt- und Klimaschutzabteilung. Besonders der praxisnahe Charakter der Veranstaltung wurde in den Feedbackgesprächen durch die Teilnehmer positiv hervorgehoben. Darüber hinaus freuten sie sich, dass das Unternehmertreffen im TPH stattfand und ihnen somit die Möglichkeit für einen fruchtbaren Austausch über eine aktuelle und alle Unternehmen betreffende Thematik gegeben wurde. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zudem für Feedback zur Veranstaltung und machten bereits am Abend deutlich, dass sie sich eine baldige zweite Auflage des Termins wünschten.