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Stadt Herzogenrath strebt ökologische Aufwertung ihrer Flächen der Halde Adolf durch Verpachtung an
Es soll eine Lösung sein, die ökologische, wirtschaftliche und auch technische Interessen optimal vereint: Der Rat der Stadt Herzogenrath hat die die Verwaltung einstimmig beauftragt, die Verpachtung der städtischen Flächen der Halde Adolf unter der Voraussetzung einer ökologischen Aufwertung der Halde weiterzuverfolgen. Die Pläne zur Verpachtung von 60 Hektar der insgesamt 75 Hektar großen Haldenfläche sehen vor, dass die Klima-Region Aachen oder ein anderer geeigneter Partner die Halde Adolf von der Stadt pachtet. Der Pächter finanziert und beauftragt dann die ökologische Aufwertung der Halde nach Abstimmung und vertraglicher Vereinbarung mit der Stadt Herzogenrath und auf Grundlage von erarbeiteten Aufwertungsmaßnahmen. Ziel ist anschließend, lokalen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, in diese lokale Kompensationsmaßnahme zu investieren, um so vor Ort zur Kompensation von (nicht vermeidbaren) CO2-Emissionen beizutragen. Ein solches Projekt gab es in ganz Deutschland bislang erst ein einziges Mal.
Die Halde Adolf ist zwar ein Landschaftsschutzgebiet, hat sich allerdings in dieser Hinsicht nicht so gut entwickelt wie im Pflege- und Entwicklungskonzept Anfang der 1990er Jahre vorgesehen. So gibt es dort nun eine Vielzahl invasiver Baumarten, die die Ausbreitung heimischer Arten behindern. Aus diesem Grund soll im Zuge der ökologischen Aufwertung dafür gesorgt werden, dass die stark bewaldete Halde sukzessive in kleinräumige Offenlandbereiche umgewandelt wird, z.B. durch die Schaffung von Feuchtbiotopen, Weideflächen für Schafe oder auch Streuobstwiesen. Dieser Prozess soll zudem mit einem umfangreichen Bildungsangebot für Schulen, Kitas und anderer Besucherinnen und Besucher begleitet werden. Da die Umwandlung in kleinen Schritten erfolgt, ist die nun angestrebte Verpachtung auch auf 30 Jahre ausgelegt.
Neben der ökologischen Aufwertung sieht die Stadt Herzogenrath auch finanzielle Vorteile sowie die Gelegenheit für Unternehmen aus der Stadt und der Region, ihre CO2-Emissionen zu kompensieren.
„Durch die Verpachtung der Halde gibt es direkte Einnahmen für die Stadt Herzogenrath. Der durch die Aufwertung erzeugte Umweltwert kann zudem an Unternehmen verkauft werden, wodurch wiederum Einnahmen für Investitionen im Umwelt- und Klimaschutz generiert werden. Durch die bisherige forstliche Nutzung von Teilbereichen der Halde wurden bislang hingegen nur geringfügige Einnahmen erzielt“, erläutert Thomas Herff von der städtischen Umwelt- und Klimaschutzabteilung.
Die Untere Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen sowie das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde haben das Konzept bereits begrüßt. Aktuell läuft nach der Erstellung eines Zwischenberichts die Kartierung der Halde, um den genauen ökologischen Zustand zu analysieren. Diese soll im Herbst abgeschlossen sen. Spielplätze oder das Vereinsgelände rund um die Halde Adolf sollen nicht mit verpachtet werden. Es ist auch vorgesehen, dass die Halde weiterhin öffentlich zugänglich bleibt.
