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Mobilitätskonzept für Herzogenrath im Fachausschuss beschlossen
In seiner Sitzung vom 28. April 2026 hat der Ausschuss für Mobilität das neue Mobilitätskonzept für Herzogenrath beschlossen. Das Konzept wurde in einem etwa zweijährigen Prozess mit Unterstützung des Büros Durth Roos Consulting aus Bonn erstellt, bei dem auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbezogen wurden. Es zeigt auf Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme und konkreten Maßnahmenvorschlägen, welche Schwerpunkte in der Verkehrsentwicklung der kommenden Jahre gesetzt werden sollen.
Ziel des in der Ausschusssitzung vorgestellten Konzeptes ist es, die Mobilität für alle Menschen einfacher, sicherer und umweltfreundlicher zu machen. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung des Autos, sondern vor allem auch um Bus und Bahn, das Fahrrad und den Fußverkehr. Die Stadt verfolgt damit einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem alle Verkehrsmittel besser miteinander verknüpft werden.
Ein wichtiger Baustein bei der Erstellung des Konzepts war die Beteiligung der Öffentlichkeit. Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Erfahrungen und Wünsche einbringen, zum Beispiel im Rahmen einer Haushaltsbefragung und mehrerer Beteiligungsrunden. So konnten viele unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt werden, was die Grundlage für eine breite Akzeptanz der erarbeiteten Maßnahmen schaffen soll.
Die Analyse der aktuellen Situation zeigt: Herzogenrath hat bereits einige gute Voraussetzungen. Viele Menschen besitzen ein Fahrrad, es gibt gute Bahnverbindungen und zahlreiche Buslinien. Auch verkehrsberuhigte Bereiche in Wohngebieten tragen zur Lebensqualität bei. Gleichzeitig ist das Radwegenetz an einigen Stellen lückenhaft und Fuß- sowie Radverkehr kommen sich oft in die Quere. In den Außenbereichen fahren Busse teilweise zu selten und insgesamt ist der Autoverkehr sehr dominant.
Das Konzept sieht aber auch klare Chancen: Durch die Nähe zu den Niederlanden können Erfahrungen ausgetauscht werden. Zudem hat Herzogenrath gute Voraussetzungen, um eine „Stadt der kurzen Wege“ zu werden, in der viele Ziele schnell erreichbar sind. Digitale Angebote, die verschiedene Verkehrsmittel bündeln, können den Alltag zusätzlich erleichtern. Gleichzeitig gibt es, etwa durch begrenzten Platz auf wichtigen Straßen, Höhenunterschiede zwischen Stadtteilen und begrenzte finanzielle Mittel im öffentlichen Nahverkehr, noch einige Herausforderungen zu bewältigen.
Insgesamt wurden im Rahmen der Konzepterstellung rund 60 Maßnahmen entwickelt, um die Mobilität in Herzogenrath zukünftig spürbar zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel der Ausbau von Radwegen, bessere Angebote im öffentlichen Nahverkehr, neue Mobilstationen sowie Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit. Als Schlüsselmaßnahmen wurden unter anderem die Durchführung von Fußverkehrs-Checks, der Ausbau des On-Demand-Verkehrs, eine sichere Schulweggestaltung und ein kommunales Radverkehrsnetz vorgestellt. Darüber hinaus schlägt das Konzept weitere Maßnahmen mit hohem Nutzen für die Stadt vor, wie die Erarbeitung einer Parkraumstrategie, den Aufbau eines Mobilstation-Netzes, den Ausbau der Ladeinfrastruktur oder die Teilnahme an der Europäischen Mobilitätswoche. Das gesamte Konzept mit allen Maßnahmen wird zeitnah auf der Website der Stadt Herzogenrath zum Download bereitgestellt.
Die Umsetzung des Konzepts soll zukünftig regelmäßig überprüft werden. Wichtige Kennzahlen sind zum Beispiel, wie viele Menschen Bus und Bahn nutzen, wie sicher der Verkehr ist oder wie sich die Umweltbelastung entwickelt. Alle fünf Jahre soll ein Bericht zeigen, welche Fortschritte erreicht wurden und wo noch nachgebessert werden muss.
