Zustand und Ausblick Wurmbrücke „Kläranlage Steinbusch“

Wurmbrücke „Kläranlage Steinbusch“

Wurm Fußweg hinter KA Steinbusch


Zustand:

Bei dieser Brücke ergab die im Dezember 2023 durchgeführte Brückenprüfung des Sachverständigen erhebliche Mängel an der Tragkonstruktion der etwa 40 Jahre alten Brücke. Generell hat sich der Zustand der Brücke seit der letzten Prüfung erheblich verschlechtert. So waren unter anderem der Holzschutz nicht mehr vorhanden und die Holzträger verfault. Hierdurch ist die Standsicherheit nicht mehr voll gegeben, weshalb entschieden wurde, die Brücke sofort und bis auf Weiteres zu sperren. Obwohl die Brücke anschließend durch Zäune und Verbotsschilder gesichert wurde, wurden die Absperrungen seither immer wieder umgangen. Da hier Gefahr im Verzug für diese Personen besteht, wurde die Brücke im Januar 2024 zurückgebaut.

Ausblick:

Die Wanderwege und das alte Brückenbauwerk befanden sich im Überschwemmungsgebiet der Wurm und gleichzeitig in einem hochsensiblen Flora- und Fauna-Habitat. Daher gab es einige Monate lang Unklarheit darüber, ob eine neue Brücke in dem Bereich der Wurm genehmigungsfähig ist. Im Juli 2025 hat die StädteRegion Aachen der Stadt Herzogenrath aber eine solche Lösung in Form einer Ausnahmegenehmigung in Aussicht gestellt. Basierend hierauf starteten im Sommer 2025 die Planungen für eine hochwassersichere Fußgängerbrücke, die das dortige Naturschutzgebiet im geringstmöglichen Umfang tangiert.

Das weitere Vorgehen wird mit der Stadt Würselen abgestimmt, da der Neubau Eingriffe in Natur und Landschaft sowie in das festgesetzte Überschwemmungsgebiet der Wurm auf Gebieten beider Kommunen bedeutet und zudem Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigt werden sollen. Die Stadt Herzogenrath hat daher angeregt, die Planung, Projektierung und Umsetzung einer wirtschaftlichen Brückenvariante an der Kläranlage Steinbusch gemeinsam mit der Stadt Würselen fortzuführen.

Die Stadt Würselen ist derzeit allerdings sehr zurückhaltend, die Brücke Steinbusch wieder aufzubauen. So befindet sich rund 500 Meter entfernt die ebenfalls geplante Brücke Fahrloch, die von der Stadt Würselen errichtet und vollständig durch Fördermittel finanziert werden soll. Aus Würselener Sicht könnte diese Brücke den Bedarf der Wandernden ausreichend decken. Darüber hinaus werden neben der finanziellen Belastung auch Eingriffe in das Landschaftsbild des Wurmtals, etwa durch notwendige Baustraßen, durch die Stadt Würselen kritisch gesehen. Aus diesem Grund sind die weiteren Planungen mit Stand März 2026 ins Stocken geraten.

Umleitung:

Die nächsten Möglichkeiten zu Querung der Wurm befinden sich in Höhe des alten Bahndammes zum Parkplatz Further Straße im Boventhal und im Bereich Oststraße in Kohlscheid.

Umleitung Steinbusch wegen Brückenschaden