Rückschau zur historischen Stadtführung am Weltfrauentag


Anlässlich des Weltfrauentages fand am 8. März 2026 in Kohlscheid eine historische Stadtführung statt, welche in einem gemeinsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen endete. Die Veranstaltung war eine Initiative vom FrauenBündnis und der Gleichstellungsbeauftragten Birgit Kuballa. 

Die Veranstaltung wurde von über 50 Frauen besucht und es gab viele positive Rückmeldungen zum Nachmittag. 

Die Führung widmete sich den Frauen, die früher in Kohlscheid lebten und arbeiteten. Viele von ihnen trugen wesentlich zum Unterhalt und Erhalt von Familien und Betrieben bei. Dennoch lebten sie oft in Armut: Ihre Arbeit wurde schlecht bezahlt, sie waren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, und soziale Sicherungssysteme gab es kaum.

An mehreren Stationen wurden unterschiedliche Lebens- und Arbeitswelten sichtbar. Eine Hebamme berichtete von der Betreuung von Müttern und Neugeborenen unter schwierigsten hygienischen Bedingungen. Eine Nadlerin zeigte, wie im 18. Jahrhundert Nadeln in Heimarbeit hergestellt wurden – meist von Frauen und Kindern. Eine Lehrerin vermittelte Eindrücke vom Schulalltag während des Ersten Weltkriegs. Außerdem wurde das Leben einer Bergarbeiterfamilie mit ihren finanziellen Herausforderungen thematisiert. Schließlich wurde die Arbeit von Zigarrendreherinnen vorgestellt, die häufig unter gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiteten und nur geringen Lohn erhielten.

Die Stationen gaben Einblicke in den oft schwierigen Alltag von Frauen und machten ihre wichtige Rolle in der Geschichte des Ortes sichtbar.