Umwelt- und Klimaschutzabteilung präsentiert umfassendes Vortragsprogramm für 2026


Die Stadt Herzogenrath bietet in diesem Jahr insgesamt 18 kostenlose Vorträge im Nell-Breuning-Haus an. Die informativen Vorträge für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger finden unter anderem zu Themen wie Wärmepumpen und nachhaltiges Heizen, Klimawandelfolgenanpassung, Erneuerbare Energien, Gebäudesanierung und Tierschutz statt. Alle Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr und werden beispielsweise von Experten des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V., der Verbraucherzentrale NRW oder des Bienenzuchtvereins durchgeführt.

Besonderes Highlight der Vortragsreihe ist der am 5. Juni stattfindende Umwelttag der Stadt Herzogenrath mit einer zentralen Veranstaltung im Soziokulturellen Zentrum Klösterchen, wo der bekannte Meteorologe und Klimaforscher Prof Dr. Mojib Latif über die Herausforderungen des Klimawandels spricht.

Die Auftaktveranstaltung des vielseitiges Vortragsprogramms findet bereits am 21. Januar 2026 statt: Unter dem Titel „Wie klappt's mit der Wärmepumpe im Bestand?“ gibt die Verbraucherzentrale wichtige Hinweise und Orientierungshilfen, unter welchen Voraussetzungen auch im Altbau eine Heizungssanierung mit Wärmepumpe möglich und wirtschaftlich ist.

Die Möglichkeit zur Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen gibt es unter https://herzogenrathklima.de/events/


  • 21. Januar: Wie klappt's mit der Wärmepumpe im Bestand?

    Der Vortrag vermittelt, welche Voraussetzungen Gebäude erfüllen sollten, damit eine Wärmepumpe effizient arbeiten kann. Sie erfahren von Joschka Pelzer, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW e. V., welche Systeme im Altbau sinnvoll sind, welche Anpassungen an Heizkörpern notwendig sind und worauf noch geachtet werden muss. Der Vortrag ist ideal zur Orientierung für Verbrauchende, die ihr Gebäude modernisieren möchten.

  • 4. Februar: Wie plane ich meine Wärmepumpe?

    Der Vortrag zeigt praxisorientiert, welche Schritte vor der Installation einer Wärmepumpe wirklich entscheidend sind. Von der Heizlastberechnung über die optimale Auslegung bis hin zu Aufstellbedingungen und Wirtschaftlichkeitsabschätzungen. Sie erfahren von Joschka Pelzer, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW e. V., wie Sie typische Planungsfehler vermeiden.

  • 18. Februar: Klimaanpassung in unserer Region: Was erwartet uns?

    Bernhard Silkens, Inhaber der Firma BS Concept, spricht über Maßnahmen gegen Überschwemmungen, Hitze und Dürre. Denn Klimaschutzmaßnahmen sind vielfältig und können auf politischer, unternehmerischer und individueller Ebene umgesetzt werden. Anhand von Beispielen zeigt er Möglichkeiten auf.

  • 4. März: Geht´s den Bienen gut, geht´s uns allen gut!

    René Ritzerfeld, Vorsitzender und Imker des Bienenzuchtvereins Merkstein, präsentiert eine große Bandbreite an  Informationen rund um Bienen und Honig. Er erklärt unter anderem die Biologie der Honigbienen, was guten Honig ausmacht und welche Unterschiede es zum Discounterhonig gibt. Ergänzend spricht er über gesundheitliche Aspekte, warum Honig so besonders ist, die Arbeiten des Imkers im Jahresverlauf, wie zeitaufwendig die Bienenhaltung ist und wie man Imker wird. Ein erkenntnisreicher Vortrag für alle, die mehr über Bienen, Honig und die Arbeit eines Imkers erfahren möchten.

  • 18. März: Mein Haus atmet nicht mehr! Was Dämmung bewirkt.

    „Mein Haus atmet nicht mehr!“ – Solche Sorgen hören wir häufig, wenn es ums Dämmen geht. Doch viele dieser Befürchtungen beruhen auf hartnäckigen Mythen. Im Vortrag erklärt Joschka Pelzer, was wirklich stimmt: Wände atmen nicht, Schimmel entsteht nicht durch Dämmung, sondern durch falsches Lüften oder Ausführungsfehler. Und auch Algen an Fassaden haben meist andere Ursachen als das Dämmmaterial. Zudem erfahren Sie, warum Dämmung Häuser warm hält, Energie spart und sich langfristig rechnet.

  • 1. April: Steckersolar für Balkon, Terrasse und Co. 

    Möchten Sie zur Energiewende beitragen, haben aber keine Möglichkeit, eine klassische Dach-Anlage umzusetzen? Steckersolar-Anlagen bieten eine einfache und kostengünstige Lösung – auch für Mieterinnen und Mieter. In diesem Vortrag erfahren Sie alles über die Möglichkeiten von Steckersolaranlagen: Wie funktionieren sie? Was kosten sie? Wie erfolgt der Anschluss und welche gesetzlichen Bestimmungen sind zu beachten? Der Solarenergie Förderverein e.V. teilt praktische Erfahrungen und beantwortet Ihre Fragen zu diesem Thema.

  • 6. Mai: Welche Heizung ist im Einfamilienhaus sinnvoll? 

    In diesem Vortrag gibt Joschka Pelzer, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW e. V., einen verständlichen Überblick über moderne, klimafreundliche Heizsysteme für Einfamilienhäuser. Im Mittelpunkt steht die Wärmepumpe, ergänzt durch Alternativen wie Pelletheizung oder weitere nachhaltige Lösungen. Sie erfahren, welche Technik zu welchem Gebäude passt, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten und wie sich Wirtschaftlichkeit und Ökologie sinnvoll verbinden lassen.

  • 20. Mai: Angebots Check: Wie erkenne ich ein gutes PV-Angebot 

    Ein Angebot für eine Photovoltaikanlage liegt vor – doch was nun? Wie erkennen Sie, ob das Angebot wirklich gut ist? Welche Komponenten sind wichtig und welche Kosten sind gerechtfertigt? In diesem Vortrag teilt der Solarenergie Förderverein e. V. seine langjährige Erfahrung und zeigt, wie Sie ein PV-Angebot sinnvoll bewerten können, damit Sie eine informierte und fundierte Entscheidung treffen können.

  • 5. Juni: Vorträge im Rahmen des Umwelttages im SoziokulturellesnZentrum Klösterchen

    Mojib Latif: Herausforderung Klimawandel

    Bernhard Silkens: Was ist eine Schwammstadt? Warum wird Wasserknappheit immer akuter?

  • 17. Juni: Aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen für Photovoltaik 

    In diesem Vortrag geben wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage und geplante sowie bereits umgesetzte Neuerungen. Das Erneuerbare-Energien-Recht umfasst neben dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, Energiewirtschaftsgesetz und Messstellenbetriebsgesetz komplexe Regelungen, die in regelmäßigen Abständen überarbeitet werden. Wir fassen die wichtigsten aktuellen rechtlichen Themen für Photovoltaikanlagen zusammen.

  • 1. Juli: Wie saniere ich die Heizung im Mehrfamilienhaus? 

    Der Vortrag zeigt, welche modernen Heizkonzepte sich für Mehrfamilienhäuser eignen. Von der zentralen Wärmepumpe über Pelletheizung bis hin zu Fernwärme. Dabei erläutert Joschka Pelzer, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW e. V., wie Gasetagenheizungen auf zentrale Systeme umgestellt werden können und welche Varianten der Warmwasserbereitung möglich sind. Sie erhalten einen verständlichen Überblick, welche technischen Wege es gibt und welches Konzept eine gute Basis für die weitere Planung bildet.

  • 15. Juli: Wirtschaftlichkeit von PV-Projekten

    Photovoltaik-Anlagen sind auf vielen Dächern technisch umsetzbar, doch ob sie realisiert werden, entscheidet ihre Wirtschaftlichkeit. In den meisten Fällen erweisen sie sich als lohnende Investition, die nicht nur zur Energiewende beiträgt, sondern auch langfristig stabile Renditen bietet. In diesem Vortrag erfahren Sie, welche Faktoren die Wirtschaftlichkeit von Solarprojekten bestimmen. Wir beleuchten verschiedene Betriebsmodelle, erklären Rechte aus Garantie und Gewährleistung, geben Einblicke in aktuelle Preisentwicklungen und zeigen praxisnah, wie Sie Risiken minimieren und Erträge maximieren können. 

  • 2. September: Wie versorge ich meine Wärmepumpe mit Solarstrom?

    Der Vortrag vermittelt ein realistisches Gefühl dafür, wie gut eine Wärmepumpe und Photovoltaikanlage im Jahresverlauf zusammenpassen. Anstatt pauschaler Prozentwerte stehen praktische Zusammenhänge im Mittelpunkt. Joschka Pelzer, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW e. V., zeigt, wann die Wärmepumpe den meisten Strom benötigt und wie viel die PV-Anlage in den verschiedenen Monaten liefert. Die Ausrichtung und Neigung der Anlage spielen dabei auch eine Rolle. Sie erhalten ein klares Verständnis, wann die Kombination sinnvoll ist und wann eher nicht.

  • 16. September: Energie Sharing – Strom in der Nachbarschaft teilen

    Was wäre, wenn Sie Ihren selbst erzeugten Solarstrom nicht nur selbst nutzen, sondern auch in der Nachbarschaft teilen könnten? Ab 1. Juni 2026 wird dies gesetzlich möglich. Wir zeigen, was Energy Sharing bedeutet und welche Chancen es für Bürger und Bürgerinnen, Unternehmen und die Energiewende bietet. Und welche Hürden bis zur flächendeckenden Umsetzung noch überwunden werden müssen.

  • 7. Oktober: PV auf Einfamilien- und Reihenhäusern

    Sie möchten eine Photovoltaikanlage für Ihr Einfamilien- oder Reihenhaus anschaffen? In diesem Vortrag beantwortet der Solarenergie Förderverein e. V. wichtige Fragen rund um den Kauf einer PV-Anlage: Was gilt es zu beachten? Welche Fehler sollten vermieden werden? Wie hoch sind die Kosten und wie findet man den richtigen Installateurbetrieb? Der Vortrag geht zudem darauf ein, ob ein Speicher, der Umstieg auf E-Auto oder eine Wärmepumpe ergänzend sinnvoll sind.

  • 4. November: PV auf Mehrfamilienhäusern - Teil 1: Grundlagen

    Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern erschließen bislang wenig Flächen für die Energiewende. Dabei bieten diese Flächen sowohl Mieterinnen und Mieter als auch Wohnungseigentümern und -Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) die Möglichkeit, ihren PV-Strom selbst zu erzeugen und ihre Energiekosten zu senken. In diesem Vortrag stellen wir Ihnen die ersten Schritte zur Realisierung einer PV-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus vor. Der Solarenergie Förderverein e. v. erklärt zudem, wie Sie die Dacheignung einschätzen, die richtige Technik auswählen und was bei Genehmigungen sowie Abstimmungsprozessen innerhalb von WEGs zu beachten ist.

  • 18. November: PV auf Mehrfamilienhäusern - Teil 2: Betriebskonzepte

    Nachdem Sie im ersten Teil der Vortragsreihe die grundlegenden Planungsschritte für eine PV-Anlage auf Mehrfamilienhäusern kennengelernt haben, widmet sich dieser Vortrag den verschiedenen Betriebs- und Zählerkonzepten. Der Solarenergie Förderverein e. V. zeigt, wie die Abrechnung im Haus organisiert werden kann.

  • 2. Dezember: PV auf Mehrfamilienhäusern – Teil 3: Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung 

    Die Idee hinter der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung ist es, den erzeugten Solarstrom innerhalb eines Gebäudes gemeinschaftlich zu nutzen und einfach abzurechnen. Dabei wird die Solaranlage als Volleinspeiseanlage installiert und der erzeugte Strom auf Grundlage von viertelstündlich erfassten Daten mit den Bewohnern abgerechnet. Dabei ist es entscheidend, dass sich die Solaranlagen und die Verbraucher und Verbraucherinnen im gleichen Gebäudenetz befinden.

  • 16. Dezember: PV und Denkmalschutz

    In NRW gilt seit dem 1.1.2026 eine Solardachpflicht für Bestandsgebäude. Diese Pflicht betrifft die Installation und den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf Bestandsgebäuden, sobald eine vollständige Erneuerung der Dachhaut vorgenommen wird. Was genau bedeutet das in der Umsetzung für denkmalgeschützte Gebäude? Der Solarenergie Förderverein e. V. zeigt die Möglichkeiten, wie die Pflicht zu Planungs- und Investitionssicherheit führen kann.