Rückblick Busschule

Foto: Aseag-Bus Busschule

07.07.2011 Rückblick Aktionswoche 60+

Busschule

Unter dem Thema „Mobilität im Alter“ war ein Termin zur „Busschule 60+“ im Rahmen der Aktionswoche 60+ organisiert.

In Kooperation mit ASEAG und Polizei fand sich eine Gruppe interessierter Seniorinnen und Senioren am Treffpunkt Herzogenrath Rathaus zusammen, um Neues, alt Hergebrachtes, aber auch in Vergessenheit geratenes, zu erfahren.

Gleich zu Beginn gelang es dem Mitarbeiter der ASEAG Herrn Müller ein Exempel zu statuieren. An der, nicht offiziellen, Haltestell vor dem Rathaus stellte sich das erste Problem. Das barrierefreie Einsteigen in den Bus war für einen Teilnehmer, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, nicht möglich. Trotz der Technik des Absenkens zur rechten Seite des gesamten Busses und ausklappbarer Rampe konnte er nicht in den Bus rollen, da die zwischen Bordstein und Bus entstandene Differenz  auf Grund kurvenartiger Lage nicht zu überbrücken war. Dieses Problem wurde Dank Einsatzfreude des Fahrers schnell behoben, machte jedoch auf diese Problematik an den öffentlichen Haltestellen aufmerksam. Später wurde – an einer ASEAG Haltestelle – demonstriert, wie es an Haltepunkten zu solchen Ärgernissen kommen kann. Nicht etwa der Unwille des Fahrers tragen hier die Verantwortung, sondern einzig die Fahrgäste können hier für Abhilfe sorgen. Ein leerer Kunststoffkanister zur Linken und eine Fahrgast-Attrappe zur Rechten wurden an der Bordsteingrenze installiert. Nun fuhr der Bus, unter Beobachtung der teilnehmenden Personen und in Begleitung der Polizeibeamten, erneut an die Haltestelle an. Beim Versuch, möglichst dicht an die Kante heran zu kommen, schleuderte die rechte Vorderseite des Fahrzeugs erst den Kanister und in Folge der rechte Außenspiegel die wartende Person am Rand  zu Seite. Dies  war ein sehr gutes Beispiel, dass Fahrgäste sich konzentriert an entsprechenden Stellen der Haltepunkte sammeln sollen und nicht am Straßenrand ungeduldig warten. Sie gefährden sich und andere.

Senioren an der Bushaltestelle Bus mit Rollstuhlfahrer

Ein weiterer Punkt war das Überqueren der Straße, nachdem der Gast den Bus verlassen hat. Anhand vom Bremswegbeispiel eines PKW bei 50 km/h kann ein Bremsweg von knapp 14,00 Metern errechnet werden. Dies ist beim Überholen lange nicht ausreichend, um einem hinter oder vor dem Bus überquerenden Bürger aus zu weichen. Also auch hier: größte Aufmerksamkeit ist geboten!

Nicht zuletzt, und doch ebenso wichtig, weil immer großes Thema bei den Bürgern, ist die Aufsicht, Freundlichkeit oder Zuverlässigkeit des Fahrers. Man erfuhr Erstaunliches, über das man sich bisher als Fahrgast keine Gedanken gemacht hat. Die stark eingeschränkte Sicht des Fahrzeugführers ermöglicht nur in wenigen Fällen einen Gesamtüberblick über Geschehnisse, die sich im Inneren des Busses abspielen. Als Beispiel der „ berühmte“  Kinderwagen, welcher ohne dazugehörige Person im Bus zurückbleibt, weil diese vielleicht schon kurz ausgestiegen ist, um die Einkäufe erst mal ab zu lagern und dann den Wagen zu holen. Die Stelle, an der ein Kinderwagen möglichst sicher steht ist unmöglich vom Busfahrer zu beobachten, da er sie gar nicht im Blickfeld hat! Oder der Jugendliche, der sich mit seinem hochwertigen Handy in die hinterste Ecke setzt, um dort ungestört zu sein, dann aber von Anderen – weniger gesetzestreuen Mitbürgern – auf übelste Weise angesprochen zu werden, um dessen Handy zu stehlen. Auch in diesem Fall raten ASEAG und Polizei, sich im Bus nicht mit aufwendiger Elektronik und dann auch noch im hintersten Wipfel nieder zu lassen. Erfolge zwielichtiger Gangs könnten minimiert werden, wenn alle sich daran halten und Mitfahrende Zivilcourage in angemessenem Maß an den Tag legen.

Diese und viele andere Themen wurden behandelt. Hier der Hinweis, dass es sich bei der Busschule um ein laufend stattfindendes Training der ASEAG handelt. Ratsam ist für Interessierte, sich zu Gruppen zusammen zu finden, um an einem solchen, kostenfreien Training der ASEAG teilzunehmen bzw. sich als Einzelperson mit der ASEAG in verbindung zu setzen.

Mit Informationen „Rund ums Alter“ stehen Ihnen die Mittarbeiterinnen des Koordinationsbüros weiterhin gerne zur Verfügung unter:

Mirjam.Kuepper@Herzogenrath.de 02406 83430

Jutta.Driessen@Herzogenrath.de 024006 83445



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