Kind und Verkehr

Mehr als die Hälfte aller Kinder nehmen schon im Vorschulalter selbständig am Straßenverkehr teil. Meistens spielen sie in diesem Alter bereits regelmäßig auf dem Gehweg oder gar auf der Fahrbahn.Daher steht das Thema „Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr“ nach wie vor ganz oben auf der Tagesordnung. Erwachsene schätzen sehr häufig das Verhalten von Kindern im Straßenverkehr falsch ein. Gründe für das nicht befolgen von Verkehrsregeln und Ratschläge der Eltern und Erziehungsberechtigten sind nicht grundsätzlich auf Ungehorsam zurück zuführen

  •  Kinder sind häufig im Straßenverkehr unsicher, da ihre körperliche und geistigeEntwicklung in allen Altersstufen noch unvollständig ist.
  •  Kinder haben ein kleineres Sichtfeld als Erwachsene
  •  Kinder haben wegen ihrer Körpergröße ungünstigere Sichtbedingungen
  •  Kinder unterbrechen nicht ihren Bewegungsablauf
  •  Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten schlecht abschätzen
  •  Kinder rechnen nicht mit dem Bremsweg eines Fahrzeuges
  •  Kinder sehen, hören (nicht richtungsbezogen), denken und bewegen sich anders als Erwachsene
  •  Kinder können sich nicht auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren
  •  Kinder lassen sich leicht durch vielerlei Einflüsse ablenken
  •  Kinder sind sich noch keiner Gefahr bewusst
  •  Kinder reagieren spontan und unberechenbar

Unsere Verkehrsumwelt ist fast ausschließlich auf Erwachsene zugeschnitten. Daher müssen Erwachsene begreifen lernen aus dem Blickwinkel des Kindes mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.Ein verkehrsgerechtes Verhalten erlernt das Kind zu Hause in der Familie.

Geht das Kind erstmals alleine zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt, dann muss es wissen, wie es sich zu verhalten hat.Die Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen führt der Verkehrssicherheitsberater der Polizei in Zusammenarbeit mit dem Bezirksbeamten Ihrer Polizeidienststelle durch.

Auch wird der Verkehrssicherheitsberater das Kind in den nächsten Jahren weiter begleiten, wie z.B. bei der Radfahrausbildung in der Primarstufe (Klasse 4) sowie der Mobilitätsberatung in der Jahrgangsstufe 5 und 6.

Das „zu-Fuß-gehen“ und „Rad fahren“ fördert die Gesundheit und gleichzeitig sammelt das Kind praktische Erfahrungen im Straßenverkehr. Kinder lernen so ihre Umgebung besser kennen.

Aber auch „Bus fahren“ muß erlernt werden.Üben Sie nicht nur den Schulweg – ein grundsätzliches Verhalten im Straßenverkehr ist für Ihr Kind wichtig, denn gerade nachmittags passieren in der Freizeit die meisten Unfälle.Wir möchten, dass sich Ihre Kinder sicher im  Verkehrsraum bewegen.

Anregungen und Hinweise zu diesem Thema bitten wir  an strassenverkehrsbehoerde@herzogenrath.de zu mailen.

Rückfragen bzgl. der „Verkehrserziehung in der Schule“:

Wir leiten Ihre Anfragen und Hinweise an die zuständigeDienststelle des Polizeipräsidium Aachen gerne weiter.

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