Merkstein

Im 11. Jahrhundert gehörten Merkstein ebenso wie die Festung Rode, Kirchrath und Afden zum Besitz des Grafengeschlechts Saffenberg. Der Abt von Klosterrath war der Grundherr von Merkstein, bis es durch Heirat der Saffenberger Erbtochter mit Heinrich 11. von Limburg unter die Herrschaft der Herzöge von Limburg kam. Im 16. jahrhundert waren die Brabanter Herrscher über Merkstein und Rode. 1794 besetzten die Franzosen die "Mairie Merkstein". Sie verwalteten es nach französischem Muster und ordneten es dem Kanton, Herzogenrath zu, der dem Arrondissement Maastricht, Departement Niedermaas, angehörte.

Foto: Alt Merkstein Lindenknipp

Merkstein

Der Wiener Kongress beschloss 1815, Merkstein dem Großherzogtum des Niederrheins zu unterstellen. Im Jahr 1846 wurden Merkstein und Herzogenrath unter eine gemeinsame Verwaltung gestellt. Der Aufstieg der ländlichen Ortschaft zu einer schnell wachsenden Industriegemeinde war eng mit der Entwicklung des Steinkohlebergbaus verbunden. Aus neuen Wohngebieten und den bereits vorhandenen landwirtschaftlichen Anwesen bildete sich der Ortskern der neuen Industriegemeinde Merkstein.

Einzelne Ortsteile der damaligen Gemeinde Merkstein:

  • Streiffeld
  • Neumerbern
  • Nordstern
  • Magerau
  • Ritzerfeld
  • Thiergarten*
  • Alt-Merkstein
  • Worm
  • Wildnis
  • Nivelstein
  • Finkenrath
  • Rimburg
  • Hofstadt
  • Herbach
  • Ophoven
  • Plitschard
  • Floes / Floss
  • Noppenberg*

 *(Teil Herzogenrath / Teil Merkstein)

Quelle: Stadtarchiv

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