Wege aus der Einsamkeit

Nutzen Sie die Angebote auch in Zeiten der Pandemie

Die dunkle Jahreszeit ist für viele Menschen keine einfache Zeit! Dazu kommen Einschränkungen und Sorgen rund um die Corona-Pandemie und viele Menschen ziehen sich noch mehr zurück.

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Christa Krichel ist seit vielen Jahren ehrenamtlich im lokalen Seniorentreff tätig und nimmt wahr, dass soziale Isolation und Einsamkeit zugenommen haben: „Eine 91-jährige Dame, die ich schon einige Jahre regelmäßig besuche, spricht mit mir oft über ihre Einsamkeit. Der größte Teil ihrer Freunde und Bekannten ist mittlerweile verstorben. Durch die Pandemie haben sich die Kontakte weiter reduziert und der Aktionsradius ist stark verkleinert.“ Doch nicht nur Alleinstehende sind von Einsamkeit betroffen. Auch in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen trifft man auf Angehörige, die sehr unter Einsamkeit leiden. Der Partner ist zwar noch da, aber die Sorge und Pflege lässt kaum Raum für eigene Aktivitäten. Hilfe wird oftmals aus Pflichtgefühl gegenüber dem Partner abgelehnt.

Diese Beobachtungen werden durch wissenschaftliche Analysen und Statistiken bestätigt. Die Befragung „Wohnen und Leben im Alter“ der StädteRegion Aachen zeigt zum Beispiel, dass mehr als 10 Prozent der Befragten über 60 Jahren angab, „niemanden zu haben“, wenn sie sich einsam fühlten. Eingeschränkter Bewegungsradius, verschlechterter Gesundheitszustand, zeitliche Einschränkungen durch Pflege oder materielle Sorgen verstärken im Alter die Wahrscheinlichkeit, an Einsamkeit zu leiden. Die Folgen von Einsamkeit können mit denen von Krankheiten verglichen werden oder ziehen Krankheiten nach sich: Depressionen und Angstzustände, beschleunigte Entwicklung einer Demenz. Schlechteres Ernährungsverhalten mit geringer Bewegungsintensität können Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht zur Folge haben kann.

Im städteregionalen Kompetenznetzwerk „Gesundheitsförderung im Alter“ steht das Thema „Vereinsamung“ daher auf der Agenda. Gemeinsam mit den Kommunen soll auf Angebote – auch in Zeiten der Pandemie – aufmerksam gemacht und für das Thema sensibilisiert werden.

In Herzogenrath regt das Koordinationsbüro Rund ums Alter mit der Initiative „Frischluft“ an, Bewegung und soziale Teilhabe möglichst risikolos zu gestalten. Aktivitäten und Begegnungen „an der frischen Luft“ stärken die Abwehrkräfte und die Psyche und sind gegenüber geschlossenen Räumen - nach aktuellem Kenntnisstand und unter Einhaltung der Abstandsregeln! - mit geringerem Risiko der Ansteckung verbunden. Außerdem vermittelt das Koordinationsbüro seit Beginn der Pandemie ehrenamtliche Telefonanrufe bei alleinlebenden Menschen.

Ansprechpartnerin ist Ursula Kreutz-Kullmann, erreichbar unter Tel.: 02406-83440 oder ursula.kreutz-kullmann@herzogenrath.de.

Ansprechpartner*innen finden Sie auch in den umliegenden Kommunen:
Stadt Baesweiler, Anlaufstelle Baesweiler West
Tanja Sowinski, Telefon: 02401/800-460
E-Mail: Tanja.Sowinski@stadt.baesweiler.de

Stadt Würselen
Herr Juschka (Seniorenbeauftragter),
Email: Seniorenbeauftragter-Juschka@wuerselen.de
Frau Wendel (ständige Vertreterin des Seniorenbeauftragten) Telefon: 02405/14573

Hier können Informationen über Angebote eingeholt werden und es wird Weitervermittlung zu Institutionen und Vereinen geleistet.

 

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