Positivkarte

für Hinterlassenschaften des tages-/oberflächennahen Altbergbaus


 

Seit rund 900 Jahren wurde auf dem Gebiet der heutigen Stadt Herzogenrath Steinkohle abgebaut, insgesamt rund 630 Tagesöffnungen soll es hier gegeben haben.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde oberflächennah, das heißt bis in etwa 40 Meter Tiefe und möglichst oberhalb des Grundwasserspiegels geteuft. Die so entstandenen Schächte und Stollen wurden in vorindustrieller Zeit in der Regel mit lockerem Bodenmaterial verfüllt.

Um das Kostenrisiko bei der Sanierung der Altlastenflächen zu minimieren und Aufschluss darüber zu erhalten, wo der Baugrund stabil ist, wurde ein Ingenieurbüro damit beauftragt, eine „Positivkarte“ für das Altbergbaugebiet der Stadt Herzogenrath zu erstellen. Dazu wurden im Zeitraum von 2009 bis 2011 alle verfügbaren Unterlagen sowohl zu den geologischen als auch zu den bergbaulichen Verhältnissen ausgewertet und schließlich auf Basis eines modernen EDV-Geo-Informationssystems (GIS) kartografisch dargestellt. Bewertungskriterien und Vorgehensweise sind mit der zuständigen Bergbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg abgestimmt.

Zusätzlich zur Erstellung des Kartenauszuges in der Standardbearbeitung ist ab Januar 2015 nun auch eine detailliertere Auszugsvariante erhältlich, welche eine Differenzierung unterschiedlicher bergbaulicher Ursachen (tages-/oberflächennahe Flöze, Schachtschutzzone, Ausgasungszone) abbildet.

Grundstückseigentümer (bzw. Bevollmächtigte) können bei der Stadt Herzogenrath entweder per Brief oder per Mail unter Angabe der "Bearbeitungsvariante" einen entsprechenden Auszug dieser „Positivkarte“ für ihr Grundstück beantragen. Das von der Stadt beauftragte Ingenieurbüro erstellt anschließend auf Anforderung der Stadt Herzogenrath den zugehörigen Planausschnitt, der dann wiederum an den Grundstückseigentümer weitergeleitet wird.

Die Kosten für die Bearbeitung der Planausschnitte setzen sich aus einer Grundgebühr und der Flächengröße für die beiden Bearbeitungsvarianten wie folgt zusammen:

 

Gebühren für die Bearbeitung von Planausschnitten aus der Positivkarte

ab 01.01.2020

  Standardbearbeitung  Detailbearbeitung 
  netto brutto netto brutto
Grundgebühr je Planbearbeitung 24,00 € 28,56 € 32,00 € 38,08 €
-Flächengröße bis 500 m² 12,00 € 14,28 € 21,00 € 24,99 €
-Flächengröße > 500 bis 1.000 m² 18,00 € 21,42 € 32,00 € 38,08 €
-Flächengröße > 1.000 bis 3.000 m² 23,00 € 27,37 € 42,00 € 49,98 €
-Flächengröße > 3.000 bis10.000 m² 29,00 € 34,51 € 53,00 € 63,07 €
-Flächengröße > 10.000 m² bis 20.000 m² 37,00 € 44,03 € 74,00 € 88,06 €
-Flächengröße > 20.000 m² bis 30.000 m² 53,00 € 63,07 € 106,00 € 126,14 €
-Flächengröße > 30.000 m² 74,00 € 88,06 € 148,00 € 176,12 €
Zuschlag für Bearbeitung innerhalb von 24 Stunden 37,00 € 44,03 € 37,00 € 44,03 €

 

 

Ansprechpartner / Stelle

Frau Diana Abshof
Bauordnungsamt
E-Mail: Fr. Abshof
Telefon: 02406/83-341


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