Das Foto zeigt die Schüler Noah, Nanny, Lina und Mathilda vor dem neugepflanzten Baum auf dem Schulhof (v.l.n.re.)

Von Kindesbeinen an den globalen Herausforderungen stellen

Auf dem Schulhof der Grundschule Ebertstraße wurde ein Baum gepflanzt

Eigentlich nichts Ungewöhnliches – aber in diesem Fall schon. Denn die Initiative ging von Schülerinnen und Schülern im Alter von 7 bis 9 Jahren aus, die einen Brief an den Bürgermeister sandten und sogar eine Unterschriftenpetition organisierten.Der Baum wurde durch den Integrationsrat der Stadt Herzogenrath gepflanzt im Gedenken und zur Ehre an die Opfer von rechtsextremistischen und terroristischen Gräueltaten

Auf dem Schulhof in der Ebertstraße herrschte ausgelassene Stimmung bei den anwesenden Kindern, Lehrern und Eltern. Schließlich war das für alle ein besonderer Tag: der lang ersehnte neue Amber- Baum für den Schulhof wurde gepflanzt und der Bürgermeister sowie die Klimaschutzmanagerin waren hierzu eingeladen.

Hauptinitiatoren für die Baumpflanzung waren die zwei Drittklässler Lina und Nanny. Als im vergangenen Jahr der Schulhofbaum eingegangen war und deshalb gefällt werden musste, ergriffen sie kurzerhand die Initiative und sandten nach Absprache mit der Schulleiterin Christiane Grümmer dem Bürgermeister einen Brief. Sie schilderten ihm ihren Kummer und wünschten sich von ihm eine Neupflanzung. Unabhängig davon wurden auch die Erstklässler Noah und Mathilda aktiv und organisierten mit Hilfe ihrer Eltern und der Lehrerin eine Unterschriftenpetition, um mit möglichst vielen Unterstützern ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

Schulleiterin Grümmer ist begeistert von der Kreativität ihrer Schülerinnen und Schüler – insbesondere auch mit Blick auf den Klimaschutz: „Eine 95%ige Emissionsreduktion bis 2050 – das ist das heere Ziel im deutschen Klimaschutzgesetz. Dieser immensen Herausforderung müssen wir uns alle gemeinsam stellen. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen von Kindesbeinen an den Respekt vor der Natur. Diese Aktion ist ein Beispiel dafür, wie jede/r von ihnen ein Teil des demokratischen Verständnisses unserer Schulkultur ist, die die Kinder aktiv leben und mitgestalten können.“

Die Schülerinnen Lina und Nanny berichten: „Wir haben gesehen, wie unser alter Baum gefällt wurde und wir wollten unbedingt wieder einen Neuen für unseren Schulhof. Schließlich hatten wir gar nichts Grünes mehr hier. Klasse, dass der Bürgermeister unseren Brief gelesen hat. Jetzt sieht es auf dem Hof wieder schön grün aus!“

„Diese Initiative macht Hoffnung mit Blick auf die globalen Herausforderungen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert die junge Generation sich mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzt. Ein wirklich außergewöhnliches Engagement, bei dem Erstklässler schon eine Petition durchführen!“, freut sich Sabine Schnichels, die städtische Klimaschutzmanagerin.

Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian ist voll des Lobes für die kleinen Umweltschützer und alle an der Aktion Beteiligten: „Ich bedanke mich für dieses tolle Projekt, bei dem Ihr Euch mit viel Liebe für Eure Schule und für die Stadt eingesetzt habt. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch dem Integrationsrat unserer Stadt für seine besondere Unterstützung. Das ist die Kultur, die wir in Herzogenrath pflegen wollen – für die Zukunft unserer Stadt und für unsere Umwelt!“

Mit der Baumpflanzung heißt es jetzt Verantwortung dafür zu übernehmen, damit der Baum auch wächst und gedeiht. In der nächsten Sitzung des Kinderparlaments an der Grundschule in der Ebertstraße wird über seine weitere Pflege beschlossen.

Gelebter Klimaschutz von Kindesbeinen an – das ist vorbildlich. So können wir uns den globalen Aufgaben nachhaltig stellen!

Foto: Pressestelle Herzogenrath / Petra Baur

 

Datum:16.06.2021

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