Sichtbares Zeichen gesetzt

Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule wird Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

In einer Feierstunde wurde die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule Herzogenrath durch das Kommunale Integrationszentrum der Städteregion, vertreten durch Frau Fattaneh Afkhami und Frau Julia Werner in das Netzwerk der Courage-Schulen aufgenommen. Beide überreichten eine Urkunde und als sichtbares Zeichen ein Schild. Ehrengäste aus Rat und Verwaltung der Stadt, Elternvertretung, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler waren Zeugen der Zertifizierung.

Das Rahmenprogramm in der Aula in der Kircheichstraße wurde in schulischer Tradition charmant und informativ von Schülerinnen und Schülern moderiert. Sie erläuterten die thematische Herangehensweise in den beiden Projektwochen:

Neben der Sammlung von Unterschriften setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe zunächst mit Begrifflichkeiten wie Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung auseinander. Sie überlegten, was man an unserer Schule tun könne, um in einer toleranten und offenen Gemeinschaft miteinander zu lernen und zu leben. Die Ideen hierzu waren sehr vielfältig: Internationale Wochen in der Mensa, eine Streitschlichter-AG oder ein Schülerbesprechungsraum für Probleme in den Pausen wurden durchdacht und vorgeschlagen.

Des Weiteren nahmen die Projektgruppen in den letzten zwei Schuljahren am Aachener Friedenslauf teil, um mit anderen Schulen der Region ein Zeichen für ein gemeinsames, friedliches Miteinander zu setzen.

Im Schuljahr 2018/2019 machte sich die Projektgruppe so dann auf die Suche nach einem Paten für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule. Hierzu recherchierten die Schülerinnen und Schüler mögliche Personen im Internet. Schnell waren die Kinder sich einig, baten den Landtagsabgeordneten und Präsidenten des AKV, Herr Dr. Werner Pfeil, darum, diese Tätigkeit zu übernehmen und freuten sich sehr, als dieser begeistert zustimmte.

Eine Szene aus dem von Herrn Klinkertz inszenierten Theaterstück zum Leben der Maria Sibylla Merian machte deutlich, dass auch sie bereits anderen Kulturen offen und neugierig gegenüber stand. Der Transport von Sklaven auf Schiffen nach Amerika war damals traurige Wirklichkeit. Diskriminierung erfuhr sie selbst, als sie ohne männliche Begleitung die gefährliche Schiffsreise über den Ozean antrat.

Ein beeindruckendes szenisches und tänzerisches Spiel zu Formen von Ausgrenzung und der farbigen Welt von Integration und freudvollem Miteinander brachte dann auch die Projektgruppe von Frau Langer und Frau Crasmöller auf die Bühne. Exaucé Luamba, Schüler der Einführungsphase der  Oberstufe  begeisterte das Auditorium mit einer Mischung aus Breakdance und Percussion.

"Ich muss meine Rede vollständig umstellen", lobte Frau Afkhami das bisher Dargestellte. "Eine Schule, die so vieles von dem schon lebt und umgesetzt hat was Courage-Schulen ausmacht, verdient es besonders, ausgezeichnet zu werden."

"Der Titel ist eine Auszeichnung und eine Aufgabe zugleich", mahnte Herr Dr. Pfeil. "Es geht dabei vor allem um Respekt! Respekt für die, die vielleicht ihr Leben anders leben, die eine andere Herkunft haben, die anders sprechen, anders aussehen." Aber auch die großen und kleinen Ungerechtigkeiten wie Beleidigungen, Mobbing, Anfeindungen, Pöbeleien und Lügen gilt es in den Blick zu nehmen und dagegen anzugehen.

Eine Verpflichtung also, die die Schüler*innen, Lehrkräfte und die Elternschaft durch ihre Unterschrift besiegelt haben.

Foto: Gesamtschule Kohlscheid

Datum:01.10.2019

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