Gesamtstädtisches Bäderkonzept auf den Weg gebracht

In der Ratssitzung am 11. Juli 2017 wurde über das zukünftige Bäderangebot in Herzogenrath beraten

Die Verwaltung wurde beauftragt, die hierfür notwendigen Maßnahmen einzuleiten, damit auch künftig die Bäderinfrastruktur gewährleistet werden kann.

Wegen baulicher Mängel wurde das Hallenbad im Stadtteil Kohlscheid am 01.07.2014 geschlossen und zwischenzeitlich abgerissen. Der Beschluss des Stadtrates im Jahr 2015, das Hallenbad durch einen Ersatzneubau an fast gleicher Stelle zu ersetzen, konnte jedoch aufgrund ausbleibender Fördermittel und der finanziellen Situation der Stadt bisher nicht umgesetzt werden.

Derzeit ist das im Jahr 1970/1971 errichtete Hallenbad Herzogenrath-Mitte wegen statischer Probleme geschlossen. „Diese sollen behoben werden, so dass voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2017/2018 das Hallenbad wieder vollständig genutzt werden kann.  Soll das Freizeitangebot beibehalten und das Schul- und Vereinsschwimmen gesichert werden, sind weitere Investitionen unerlässlich. Mit der Sanierung des Hallenbades in der Bergerstraße erfolgt keine grundlegende Neukonzeptionierung  und keine – den heutigen Anforderungen und Nutzerwünschen entsprechende – Attraktivierung und Modernisierung“, erläutert der Erste Beigeordnete und Stadtkämmerer Hubert Philippengracht. Mit einer Sanierung oder einem Neubau gilt es, die Betriebskosten zu optimieren, Attraktivität zurückzugewinnen und langfristige wirtschaftliche Verbesserungen zu erzielen.

Die gegenwärtige Bädersituation hat Folgen:

• Seit der Schließung des Hallenbades in Kohlscheid mussten die städtischen Schwimmvereine einen Mitgliederrückgang verzeichnen;

• Das Schulschwimmen kann nur eingeschränkt angeboten werden. Außerdem entstehen weitere Kosten durch den zusätzlichen Transportaufwand und der Zeitverlust ist erheblich. Auch die Situation der Lehrschwimmbecken in den einzelnen Stadtteilen ist dringend verbesserungsbedürftig;

• Der bisherige jährliche Zuschussbedarf der Bäder von ca. 1,4 – 1,5 Mio. € ist nicht mehr finanzierbar.

Nach diesen detaillierten Feststellungen ist es aus Sicht aller Beteiligten erforderlich, ein umfassendes Konzept für das zukünftige Bäderangebot zu erarbeiten. Dies soll dann die Grundlage für die weitere Entscheidung sein. Das Konzept soll in Zusammenarbeit mit einem Beratungsunternehmen erstellt werden, das die Entwicklungen und Trends im Bäderbereich kennt und über umfassende Erfahrungen auf diesem Sektor verfügt. Es ist ebenfalls vorgesehen, die Vereine und Schulen sowie weitere Schwimmsport treibende Gruppierungen einzubeziehen.

Die Gewährleistung der Bäderlandschaft zählt zu den Aufgaben der Daseinsvorsorge der Stadt Herzogenrath. Einvernehmlich hat der Rat der vorgeschlagenen Vorgehensweise durch die Verwaltung zugestimmt. Damit wurde der Stein für die Ermittlung des zukünftigen Bäderangebotes in der Stadt ins Rollen gebracht.

Datum:13.07.2017

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