Foto: HZI_press_20_biodegeneration[1] Corona Antikörperstudie Laborproben

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung lädt ausgewählte Personen zur bundesweiten Corona-Antikörperstudie ein

Im September werden in der StädteRegion Aachen Proben genommen

StädteRegion Aachen. Mit dem Ziel, das Infektionsgeschehen mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) besser überblicken zu können, hat das Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) im Juli eine bundesweite Antikörperstudie gestartet. In zehn ausgewählten Städten und Kreisen in Deutschland soll dabei der Immunstatus der Bevölkerung auf COVID-19 untersucht werden.

Auf Einladung der StädteRegion Aachen, die die Studie gemeinsam mit der Stadt Aachen auch logistisch und finanziell unterstützt, kommt das Helmholtz-Zentrum nun auch in die StädteRegion. Innerhalb der Studie werden in Aachen voraussichtlich Proben von 2500 bis 3000 Menschen untersucht werden, die nach einem Zufallsverfahren von den Einwohnermeldeämtern ausgewählt und eingeladen wurden. Ziel ist es, das Wissen über die tatsächliche Verbreitung von Infektionen mit SARS-CoV-2 und entsprechender Immunität in verschiedenen Bevölkerungsgruppen und -regionen in Deutschland zu verbessern. Dieses Wissen kann in Zusammenschau mit Daten weiterer Studien eine Grundlage für Handlungsempfehlungen sein, wie die Epidemie in Deutschland effektiv eingedämmt und gleichzeitig das öffentliche Leben so weit wie möglich normalisiert werden kann.

Die Blutentnahme findet an einem zentralen Ort in Aachen statt. Einzelheiten zur Terminvergabe sind in dem Anschreiben geregelt. Es werden vor Ort umfangreiche hygienische Vorkehrungen getroffen, um eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus während des Besuchs im Untersuchungszentrum zu verhindern. Freiwillige Meldungen interessierter Bürgerinnen und Bürger sind aus statistischen Gründen nicht möglich. Ohne gezielte Einladung kann man also nicht an der Studie teilnehmen. Die Einladung ist personalisiert und nicht übertragbar.

Milde oder gar asymptomatisch verlaufende Infektionen mit SARS-CoV-2 werden häufig nicht erkannt und erschweren somit die Einschätzung der Durchseuchungsrate. Während die üblichen Abstrichtests (PCR-Tests) nur in der Akutphase anschlagen, lassen Antikörpertests auch verlässliche Rückschlüsse auf bereits überstandene Covid-19-Infektionen zu. Um einen besseren Überblick über das tatsächliche Infektionsgeschehen in Deutschland zu erhalten, werden in einer bundesweiten, vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung koordinierten Studie, diverse Landkreise/kreisfreie Städte möglichst repräsentativ untersucht. Die entnommenen Proben werden mit verschiedenen kommerziellen Antikörpertests vergleichend untersucht und auch verwendet, um die bestehenden Antikörpertests zu verbessern. „Die Ergebnisse dieser verschiedenen Querschnittsstudien können helfen, Strategien für Impfungen und andere Präventionsmaßnahmen zu verfeinern“, sagt Prof. Dr. Gérard Krause, Koordinator der Studie und Leiter der Abteilung Epidemiologie am HZI in Braunschweig.

Die Studie wird über die Dauer von einem Jahr durchgeführt, wobei in ausgewählten Landkreisen zusätzlich drei bis vier Monate nach der ersten Erhebung erneut Blutproben genommen und untersucht werden. Die StädteRegion Aachen ist aus epidemiologischen Gründen als eine der Regionen in die Studie aufgenommen worden. „Wir freuen uns, dass die wir Studienregion bei MuSPAD sind. Es ist auch für uns eine wichtige Planungshilfe, wenn wir wissen, wie der Immunstatus der Bevölkerung in unserer Region ist“, so Dr. Michael Ziemons, Gesundheitsdezernent der StädteRegion Aachen, und fügt hinzu: „das unser aktives Werben um eine Teilnahme Erfolg hatte, ist ein großes Privileg, da es sehr viele interessierte Städte und Kreise in Deutschland gab“.

 

Datum:26.08.2020

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