Bis zum 10. Januar 2020 werden Bilder von Josefine Erfurt-Meesen im Rathausfoyer präsentiert.

Ein liebenswerter Mensch und eine begnadete Künstlerin

Ausstellung "...und niemals geht man so ganz" bis zum 10. Januar 2020 im Herzogenrather Rathausfoyer

Josefine Erfurt-Meesen war eine talentierte Hobby-Malerin, die eine enorme Bandbreite an Motiven malte. Dabei waren Aquarell- und Acrylfarben ihr liebstes Handwerkszeug. Sie verstarb kurz vor ihrem 80. Geburtstag im Februar 2018. Ihr Ehemann organisierte die Ausstellung „…und niemals geht man so ganz“ im Rathaus als Hommage an seine Frau. Die Bilder werden bis zum 10. Januar 2020 präsentiert.

Gemeinsam eröffneten der 1. stellvertretende Bürgermeister, Dr. Manfred Fleckenstein, Prof. Dr. Kurt Schetelig und Anne Fink die Ausstellung unter dem Titel „….und niemals geht man so ganz“ im Rathausfoyer. Dr. Fleckenstein begrüßt die Gäste mit den Worten: „Ich bin mir sicher, dass Josefine Erfurt-Meesen in ihrer Familie sehr viele menschliche Spuren hinterlassen hat und in den Herzen ihrer Angehörigen weiterlebt. Einen Teil des künstlerischen Vermächtnisses an uns alle können wir in der heutigen Ausstellung bewundern“. Prof. Dr. Kurt Schetelig beschreibt den persönlichen und künstlerischen Werdegang dieser kreativen Frau mit der zentralen Aussage: „Malen war Ihr Leben.“ Anne Fink bringt ihre Begeisterung über das Vermächtnis - den künstlerischen „Schatz“ von Frau Erfurt-Meesen - zum Ausdruck.

Josefine Erfurt-Meesen hatte schon sehr früh ihre Liebe zur Kunst entdeckt. Seit der Volksschule malte sie mit großer Begeisterung. Ihr besonderes Talent erkannte damals auch der Schulrektor, der sich mehrere ihrer Arbeiten mit nach Hause nahm.

Nach Ihrer 12 jährigen, beruflichen Tätigkeit bekamen das Ehepaar Erfurt 2 Söhne. 1967 Sohn Gerd und 1969 Sohn Frank. Ab dieser Zeit war Frau Erfurt Hausfrau und fürsorgende Mutter. Nachdem Ihr Ehemann Gerd Erfurt 1992 beruflich bei der Bundesknappschaft als Pate, nach Chemnitz versetzt wurde und die beiden Söhne studierten, konnte sie sich wieder mehr Ihrem Talent der Malerei widmen. So fand sie Kontakt zu einer Kunstgruppe, die ein Künstler beim Bahnsozialwerk gegründet hatte. Sie bestand aus ca. 30 Personen, die durch ganz Deutschland, wie Sylt, Bad Salzuflen, Baiersbronn, Bad Tölz und viele andere Orte fuhren und dort ihre Werke ausstellten. Oftmals begleitete Herr Erfurt seine Frau, die zwar einen Führerschein besaß, aber selbst nie gefahren ist. Oft war auch ihr Hund mit auf Reisen und wurde dabei zum Kunstexperten auf vier Beinen. Josefine Erfurt-Meesen hat später selbst eine Malgruppe in Bad Wildungen geleitet. In Bad Wildungen lernte sie den spanischen Professor und Künstler Mauricius Rincon kennen, der begeistert von ihrem künstlerischen Talent war. „Sie kann außergewöhnlich gut Farben mischen“, so Rincon und „Sie hat ein enormes Gefühl für die Farbgebung.“

Die passionierte Hobbykünstlerin legte ihre Schwerpunkte auf Aquarell- und Acrylbilder auf den verschiedensten Untergründen wie z.B. auf Sperrholzplatten, auf Seidentüchern oder auf Leinwänden. Besonders gerne malte sie Blumen oder Frauenbilder aber auch viele andere Motive setzte sie perfekt in Szene. Später hatte sie eine kleine Malgruppe gemeinsam mit Marianne Schetelig und Maria Lust. Gemeinsam fuhren die drei Frauen einmal im Monat nach Köln zu einem Workshop. Ihr beiden Weggefährtinnen waren sich einig: „ Josefine war ein unglaublich bescheidener und liebenswerter Mensch. Es war sagenhaft, was sie lediglich mit einem kleinen Pinsel auf die Leinwand zauberte.“

Frau Anne Fink, langjährige Kommunalpolitikerin in Herzogenrath, hat Frau Erfurt während ihrer aktiven Schaffenszeit kennen gelernt und sagt „ Sie war eine Malerin, die das Talent besaß durch Ihre Bilder auch Ihre Gefühle auszudrücken. Ihre Kreativität war grenzenlos und das spiegelte sich, je nach Lebensphase, auch in Ihren Bildern wieder. Meine Motivation, die Bilder von Frau Erfurt ausstellen zu können, beruht darauf, dass ich es wichtig finde, dass kreativen Frauen mehr Beachtung in unserer Gesellschaft finden sollten.

Herr Erfurt: „Sie war eine tolle Frau und Künstlerin hinter der ich immer stand und die ich immer unterstützte. Sie liebte die Menschen und die Kontakte….sie wäre stolz auf die Ausstellung und ich freue mich ganz besonders, ihr diesen Liebesdienst erweisen zu können.“

Die Ausstellung kann bis zum 10. Januar 2020 im Rathausfoyer – zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses – besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

 

Foto: Petra Baur

Bild v.li.n.re.: Anne Fink, 1.stellv. Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein, Gerd Erfurt und Prof. Dr. Kurt Schetelig

Datum:28.11.2019

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