KulturKirche St. Josef: Erneut ausdrucksstarkes Theater an zwei Herzogenrather Spielorten

Veranstaltungen am 29. März, 20 Uhr und am 5. und 6. April 2019, 20 Uhr

Wer in den letzten Jahren schon einmal das im Herzogenrather Klösterchen ansässige Aixpertentheater bei einem seiner zahlreichen Auftritte in der gesamten Städteregion sehen und genießen konnte, der wird zweifelsfrei zum Schluß gekommen sein, dass es professionelles Theater auch in den kleinen Häusern unserer Region gibt.
So traut sich das dieses Mal fünfköpfige Ensemble auch des geselllschaftlich aktualisierten Themas wegen gleich drei Auftritte in Herzogenrath zu. Der Reigen der Performances startet am Freitag, 29. März um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) in der KulturKirche der Pfarre St. Josef in Herzogenrath-Straß in der dortigen Josefskirche an der Josefstraße. Tickets zum Vorverkaufspreis von 10 Euro gibt es an der Infothek im Rathaus, in den Buchhandlungen Katterbach, sowie im Pfarrbüro von St. Josef (Josefstraße 6), wo auch telefonisch unter 02406/2255- auch AB- Karten zum Zurücklegen an der Abendkasse geordert werden können. An der Abendkasse sind die Tickets dann für 12 Euro zu haben, wobei alle Ausnahmegruppen lediglich jeweils die Hälfte zu zahlen haben. Schon am darauffolgenden Freitag, 5. und Samstag, 6. April gibt es die schon übliche Doppelveranstaltung im "Soziokulturelles Zentrum Klösterchen" an der Dahlmemerstraße 28 in Herzogenrath-Ritzerfeld.

Auch hier starten die Auftritte um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr). Die Tickets für den kleineren Veranstaltungsraum im Klösterchen sind entsprechend auch ein wenig teurer. Der Vorverkauf hier kostet 12 Euro und die Abendkasse 15 Euro, wobei hier keine Preisreduktionen erfolgen können. Über die schon zuvor genannten Stellen sind hier Karten auch über das DORV in Pannesheide, das GRENZENLOS in Herzogenrath-Mitte, sowie das Gebrauchtwarenkaufhaus PATCHWORK in Herzogenrath-Merkstein zu erwerben.

Als neues Stück, dass erst kürzlich in Aachen Premiere hatte, zeigen die aixperten in dieser Saison "Antigone" von Jean Anouilh. Zum Inhalt des Stücks, das auf der griechischen Mythologie fußt: Nachdem sich Ödipus Söhne, Eteokles und Polyneikes, im Kampf um die Herrschaft Thebens gegenseitig erschlagen haben, muss ihr Onkel Kreon gemäß Thronfolge die Herrschaft übernehmen. Während er für Eteokles eine feierliche Beisetzung anordnet, lässt er die Leiche des Widersachers Polyneikes vor den Toren der Stadt liegen und untersagt ihre Beerdigung unter Androhung der Todesstrafe. Antigone widersetzt sich der königlichen Anordnung und will ihrem Bruder den letzten Dienst erweisen. Als man sie dabei ergreift, verleugnet sie Ihre Tat nicht und lehnt jede Schonung durch ihren Onkel ab. In dieser Tragödie von Jean Anouilh, der den antiken Stoff in die heutige Zeit transferiert hat, ist die idealistische, junge Antigone die zentrale Person. In der folgenschweren Auseinandersetzung mit König Kreon wird deutlich, wie dieser mit seiner neuen Führungsrolle hadert. Kann konsequentes Handeln menschlich sein? Theater und Veranstalter hoffen gleichermaßen, dass sich viele Besucher aus der gesamten Region auf diesen antiken Stoff einlassen und in der Adaption des Stücks in die heutige Zeit auch den Reiz erkennen, dass thematische Grundelemente und Themenstränge des Theaters niemals altern.

Datum:11.03.2019

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