Auma Obama

ist diesjährige Martin Buber-Plakette-Trägerin

Wir freuen uns sehr, an dieser Stelle unsere diesjährige Martin Buber-Plakette-Trägerin schon mal kurz vorstellen zu können! Es dürfte aus dieser Einführung zum Leben und Werk von Auma Obama klar werden, welche mitmenschlich ausgerichtete Persönlichkeit wir mit ihr „gefunden“ haben: Eine Person, welche die Menschen und die Erde gern hat, eine Person, die man in ihrer Art, ihrer Erscheinung, ihrem vorbildlichen Charakter einfach „UMARMEN“ muss, soll ... Der 27. November wird allen, die ihr in Herzogenrath und Kerkrade (EURODE) BEGEGNEN, als ein Moment im Leben zurückbleiben, aus dem man „bereichert“ hervorgehen wird. Wie übrigens dank der Begegnung mit den vielen ANDEREN Martin Buber-Plakette-Trägern und -Trägerinnen ... Nachhaltige Eindrücke sind bei ihnen und bei uns zurückgeblieben ...

Auma Obama wurde 1960 in Nairobi geboren. Dank der Beschäftigung mit deutschsprachigen Autoren wie Heinrich Böll und Wolfgang Borchert (übrigens auch Lieblingsautoren von mir) studierte sie Germanistik und Soziologie in Deutschland. 1996 promovierte sie an der Universität Bayreuth. Eine Zeitlang war sie als Journalistin vor allem beschäftigt mit Afrika bzw. dem Afrika-Bild der Deutschen. Auma Obama ist Initiatorin und Vorstandsvorsitzende der Auma Obama Foundation-Sauti Kuu.

Sauti Kuu ist Kiswahili und bedeutet im Deutschen „Starke Stimmen“. Die Stiftung verfolgt das Ziel, Kindern in Afrika die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Leben selbst zu bestimmen.

Ihr CREDO: „Mit unserer Arbeit in Kenia und Deutschland versuchen wir, mit Kindern und Jugendlichen Wege zu finden und Strukturen zu schaffen, die ihnen – psychisch, sozial und finanziell – zur Eigenständigkeit verhelfen.“

Durch Persönlichkeitstraining, Aufklärungsworkshops, Sport und kreative Tätigkeiten wie Tanz, Musik und Theater, fördert Sauti Kuu die Entwicklung von persönlichen und sozialen Kommunikations- und Führungskompetenzen, stärkt das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der jungen Leute und hilft ihnen, Motivation und Durchhaltevermögen aufzubauen. Auch unterstützt Sauti Kuu junge Menschen durch Nachhilfe, Schulsponsoring, Ausbildungsprojekte und Berufsberatung auf ihrem Weg ins Berufsleben. Die Teilnehmer des Programms sind junge Leute aus ärmsten Verhältnissen. Mithilfe von Sponsoren vergibt Sauti Kuu Stipendien, die ihnen ermöglichen, eine weiterführende Schule zu besuchen und einen Schulabschluss zu erlangen. Weiter hat die Stiftung sich zur Aufgabe gestellt, die wirtschaftliche Entwicklung in der ländlichen Region Kenias nachhaltig zu fördern. So lernen Bauernfamilien, ihre finanzielle Situation zu verbessern und wirtschaftlich unabhängig zu werden. Der verantwortungsvolle Umgang mit Geld steht genauso auf dem Programm, wie die Vermittlung von Wissen über umweltbewusste Anbautechniken, Viehzucht und Wasserwirtschaft. Zusätzlich zu Ihrer Arbeit mit Ihrer Stiftung ist Dr. Obama Vorstandsmitglied der Kilimandscharo-Initiative in Nairobi (Kenia), die einmal im Jahr ein Event organisiert, bei dem benachteiligte Jugendliche den Kilimandscharo, Afrikas höchsten Berg, besteigen, 2014 Schirmherrin des internationalen Storymoja Festivals in Kenia und Mitglied des World Future Council.

Auma Obama hatte erstmals im Jahr 1984 im Alter von 24 Jahren Kontakt zu ihrem Bruder Barack Obama, der damals als Sozialarbeiter in Chicago arbeitete. Er schrieb ihr einen Brief nach Heidelberg, ihrem damaligen Studienort. Im selben Jahr besuchte sie ihn in den USA. Über seine erste Begegnung im Jahr 1984 mit seiner älteren Schwester schrieb Barack 1995 in seinem Buch Dreams from My Father: „Mir war, als hätte jemand meine Welt auf den Kopf gestellt, als wäre ich aufgewacht und eine blaue Sonne stünde an einem gelben Himmel oder als hörte ich Tiere wie Menschen sprechen.“ Beide reisten später gemeinsam durch Kenia und arbeiteten ihre Familiengeschichte auf.

Lesenswert: Auma Obamas Autobiografie: Das Leben kommt immer dazwischen. Stationen einer Reise. Lübbe, Köln 2010, ISBN 978-3-7857-2403-3.

in the US. About his first meeting in 1984 with his older half-sister, Barack wrote in 1995 in his book "Dreams from my father": "I felt as if someone had turned my world upside down, as if I had woken up and a blue sun was standing in a yellow sky or as if I heard animals speaking like humans." Both later traveled through Kenya together and boosted their family history.

Worth reading: Auma’s autobiography: And then life happens, a memoir, St. Martin’s Griffin, 2013, ISBN 978-1250031327 (also at Bol.com)

 

Datum:10.02.2020

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