Achtung - Allergiegefahr durch Eichenprozessionsspinner

Bei Berührung der Brennhaare können allergische Reaktionen auftreten

Der Eichenprozessionsspinner ist ein heimischer Nachtfalter. Werden Larven entdeckt, wird der befallene Baum oder Bereich auf öffentlichen Flächen abgesperrt.

Der Eichenprozessionsspinner liebt die Wärme und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Eichen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in den Nestern verstecken und abends in einer Prozession vom Nest in die Baumkrone wandern. Dort fressen sie die Blätter.

Berührt man die Brennhaare der Raupen, kann es unter Umständen nach weniger Stunden zu allergischen Reaktionen kommen.

Mögliche allergische Reaktionen können sein:

- Bei Kontaklt mit der Haut: Juckreiz, Hautausschlag, Quaddeln; vorrangig betroffen sind Gesicht, Hals und Unterarme;

- Bei Kontakt mit den Augen: Rötung, Lichtscheue, Lidödeme, Bindehautentzündung;

- Beim Einatmen der losen Haare: Halsschmerzen, Husten, Atemnot;

- In Ausnahmefällen: Schwindel, Übelkeit, Fieber, allergischer Schock;

Besondere Risiken können bestehen für:

- Personen, die sich in Wäldern mit Eichenbeständen aufhalten;

- Personen auf Freizeit- und Grünanlagen mit Eichen (Parkanlagen, Sportplätze, Campingplätze, Freibäder und Kindergärten);

- Anwohner*innen von Waldgebieten mit Eichenbeständen;

- Personen, die sich auf Wegen aufhalten, die an Eichen entlangführen (Fahrrad- und Fußverkehr);

Ein Gefährdungspotential besteht insbesondere von Ende Mai bis in den Septmeber hinein. Auch alte Gespinstnester an Bäumen und Boden bleiben eine Gefahrenquelle. Und selbst, wenn die Nester entfernt sind, ist die Gefahr nicht ganz gebannt. Die feinen Haare können weit fliegen, sich festsetzen und nach längerer Zeit noch Beschwerden auslösen. Auch Haustiere können empfindlich auf die Raupenhaare reagieren.

Auf öffentlichen Flächen entdeckte oder von den Bürger*innen gemeldete Stellen mit Nestern werden von den Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung überprüft. Werden Larven entdeckt, wird der befalle Baum oder der Bereich abgesperrt. Zusätzlich weisen Hinweistfalen auf die Gefahr hin. Die Stadt kümmert sich dann anschließend um die weitere Bekämpfung.

So können Sie sich schützen:

- Raupen und Nester niemals berühren und im befallenen Areal Nacken, Hals, Arme und Beine bedecken.

- Nicht unterhalb befallener Bäume ins Gras oder auf den Boden setzen.

- Wer mit den Härchen in Kontakt gekommen ist, sollte die betreffenden Körperstellen gründlich abspülen und zum Arzt gehen, falls Beschwerden auftreten. Bei schweren allergischen Reaktionen mit Asthma oder Atemnot sollte der Rettungsdienst gerufen werden.

- Kontaminierte Kleidung unbedingt schnell wechseln und bei mindestens 60° C waschen.

Das muss man außerdem wissen:

Wenn Eichen auf privaten Grundstücken befallen sind, müssen sich die jeweiligen Grundstückseigentümer*innen um die Beseitigung der Raupen und Nester kümmern. Es empfiehlt sich dabei unbedingt fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Nester auf keinen Fall selber zu entfernen.

Grundsätzlich ist zu erwarten, dass es in absehbarer Zeit nicht gelingen wird, das Problem der Eichenprozessionsspinner ganz zu beseitigen. Die Erwärmung des Klimas begünstigt die Vermehrung der Insekten.

Sollten Sie einen Befall im öffentlichen Raum vorfinden, melden Sie diesen bitte der Stadt Herzogenrath, Tel.: 02406 / 83-6204 oder per E-Mail an Rainer.Schulte@Herzogenrath.de.

Tipps zur richtigen Entsorgung von eingesammelten Raupen und beseitigten Nestern erhalten Sie kostenlos bei der AWA-Abfallberatung unter Tel.: 02403 / 8766-353.

 

Foto: Pixabay

 

 

Datum:08.06.2020

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