Vorgartenwettbewerb 2021

Vorgartenwettbewerb


Gesucht und Gefunden – Die schönsten Vorgärten im Nordkreis


Preisverleihung des Vorgartenwettbewerbs. Stadt Herzogenrath. Von links nach rechts: Dr. Benjamin Fadavian (Bürgermeister), Murat Culaydar (Leitung der Geschäftsstelle Sparkasse Aachen, Filiale Alsdorf), Sabine Schnichels (Stadt Herzogenrath), Josef Crumbach (Gartencenter Crumbach), Nicole Schliewe (1. Platz, Herzogenrath), Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten (2. Platz, Herzogenrath), Prof. Dr. Hans Toni Ratte (Bienenzuchtverein Bardenberg-Alsdorf)
Preisverleihung des Vorgartenwettbewerbs. Stadt Herzogenrath.
Von links nach rechts: Dr. Benjamin Fadavian (Bürgermeister), Murat Culaydar (Leitung der Geschäftsstelle Sparkasse Aachen, Filiale Alsdorf), Sabine Schnichels (Stadt Herzogenrath), Josef Crumbach (Gartencenter Crumbach), Nicole Schliewe (1. Platz, Herzogenrath), Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten (2. Platz, Herzogenrath), Prof. Dr. Hans Toni Ratte (Bienenzuchtverein Bardenberg-Alsdorf)


Vorgarten-Wettbewerb Nordkreis Aachen - Logo

Von Mitte April bis Ende September 2021 suchten die Nordkreiskommunen Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen den schönsten Vorgarten. In Kooperation mit den Sponsoren Sparkasse Aachen, Gartencenter Crumbach und dem Bienenzuchtverein Bardenberg-Alsdorf haben sich die vier Städte zusammengeschlossen, um klimafreundliche und ökologisch wertvolle Vorgärten im Rahmen eines Wettbewerbs zu prämieren. Insgesamt beteiligten sich 50 Bewerber*innen mit ihrer attraktiven „Visitenkarte des Hauses“, davon kamen 8 aus Alsdorf, 12 aus Baesweiler, 16 aus Herzogenrath und 14 aus Würselen.

In jeder der vier Nordkreiskommunen begab sich eine fachkundige Jury auf den Weg durch ihr jeweiliges Stadtgebiet, um vor Ort die Bewerber*innen-Gärten kritisch in Augenschein zu nehmen. „Geholfen hat uns dabei ein standardisierter Bewertungsbogen, der die Kriterien „Insekten- und Artenvielfalt“, „Klimafreundlichkeit“, „standortgerechte Bepflanzung und Saisonalität durchs Gartenjahr“, aber auch ästhetische und kreative Aspekte berücksichtigt“, erklärt Anna-Karina Vonhoegen, Klimaschutzmanagerin aus Baesweiler. Ihre Kollegin aus Würselen, Bettina Püll, ergänzt, dass auch das Maß der Verbesserung in die Bewertung mit eingeflossen ist – volle Punktzahl ging da an die Teilnehmenden, die ihren leblosen, tristen Schottergarten vorbildlich in eine grün-bunte Oase verwandelt haben, in der sich die heimische Tier- und Insektenwelt sehr wohl fühlt.

Vorgärten sind aber nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sie haben auch eine außerordentlich hohe Bedeutung für das Kleinklima in der Straße. Sie binden Feinstaub, speichern Regenwasser und verbessern so das Mikroklima. Und ein Grund, warum sich die Jury erst im fortgeschrittenen Herbst auf den Weg gemacht hat, um die Vorgärten persönlich in Augenschein zu nehmen, war auch ein weiterer wichtiger Bewertungs- Aspekt: Eine gewisse „Unaufgeräumtheit“. Deren Bedeutung erklärt Sabine Schnichels, Klimaschutzmanagerin in Herzogenrath, so: „Nicht zurückgeschnittene Stauden und Sträucher ermöglichen vielen Artgenossen der heimischen Tierwelt auch in der kalten und nassen Jahreszeit Unterschlupf und bieten Nahrung in Form von nicht zurückgeschnittenen Samenständen oder noch hängenden Beerenfrüchten.“

„Bunt“ ist das neue „grau“: Wenn es nach den vier Klimaschutzbeauftragten der Nordkreiskommunen ginge, würden am besten sofort alle Schotterwüsten in unseren Städten in so vorbildliche Vorgärten umgewandelt, wie es sie in den Bewerbungen des Wettbewerbs zu finden gab.

In jeder Kommune haben drei fabelhafte Vorgärten den Weg auf das Siegertreppchen gefunden. Bei einer feierlichen Preisverleihung in der Burg Baesweiler am 18. März 2022 wurden die Gewinner*innen dann geehrt. Alle nicht-platzierten Teilnehmenden haben zum Dank für ihre Teilnahme eine Urkunde, sowie ein Glas lokalen Honig erhalten.

Folgende Bilder zeigen die drei Gewinnergärten aus Herzogenrath, sowie die ersten Plätze der Kommunen Alsdorf, Baesweiler und Würselen.


Gewinner*innen Herzogenrath


1. Platz: Nicole Schliewe, Herzogenrath


Vorgarten von Schlieve_Nicole
Nicole Schliewe, Herzogenrath, Platz 1

Bei der Besichtigung der Vorgärten hat der Garten von Frau Schliewe einen tiefen Eindruck bei der Jury hinterlassen. Ein diverses Angebot von Blumen, Totholz, abgeschnittene Sonnenblumen für Vögel, Bepflanzung zwischen Gehsteinen, geflochtene Weidenzäune, Vogeltränken, sind nur einige Elemente derer, die in Ihrem Vorgarten zu finden sind. Bis in jedes Detail wurde hier mit viel Liebe ein kleines Paradies geschaffen.

 

Nicole Schliewe, Herzogenrath, Platz 1
Nicole Schliewe, Herzogenrath, Platz 1


Nicole Schliewe, Herzogenrath, Platz 1
Nicole Schliewe, Herzogenrath, Platz 1



2. Platz: Gisela und Gerd Groten, Herzogenrath

Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten, Herzogenrath, Platz 2
Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten, Herzogenrath, Platz 2
Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten, Herzogenrath, Platz 2
Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten, Herzogenrath, Platz 2

Frau und Herr Groten haben einen vergleichsweise großen Vorgarten, in welchem von einer Trockenmauer über Bäume und Sträucher bis hin zu einer Wildblumenwiese (wie im Bild zu sehen) nichts fehlt. Am beeindrucktesten ist aber der riesige Totholzbaum, welcher eine wahre Wonne für biologische Vielfalt darstellt. 

Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten, Herzogenrath, Platz 2
Gisela und Prof. Dr. Gerd Groten, Herzogenrath, Platz 2



3. Platz: Julia und Björn Werner, Herzogenrath

Julia und Björn Werner, Herzogenrath, Platz 3
Julia und Björn Werner, Herzogenrath, Platz 3
Julia und Björn Werner, Herzogenrath, Platz 3
Julia und Björn Werner, Herzogenrath, Platz 3

Frau und Herr Werner haben innerhalb von zwei Jahren aus einer Rasenfläche eine Oase für Tiere und Pflanzen geschaffen. Auf ihrem kleinen Flecken Erde sind über 40 Pflanzenarten zu finden, welche genau nach Standort, Saisonalität, Artenfreundlichkeit und weiteren Gesichtspunkten ausgesucht wurden. Ein tolles Beispiel dafür, wie viel man auf ein paar Quadratmetern beitragen kann.

Julia und Björn Werner, Herzogenrath, Platz 3
Julia und Björn Werner, Herzogenrath, Platz 3



Hauptgewinner*innen der Kommunen Alsdorf, Baesweiler und Würselen

Alsdorf: Frank Hennig, Platz 1

Frank Hennig, Alsdorf, Platz 1







Baesweiler: Bernhard Peters, Platz 1

Bernhard Peters, Baesweiler, Platz 1







Würselen: Christa und Günter Döring, Platz 1

Christa und Günter Döring, Würselen, Platz 1








Vorgartenwettbewerb verpasst?   Kein Problem!


Machen Sie mit beim

Balkon- und Terrassenwettbewerb 2022

der 4 Nordkreiskommunen.


Informationen dazu finden sie hier.


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Sabine Schnichels
klimaschutz@herzogenrath.de
02406-83-327

Fabienne Heinrichs
Umweltschutz@herzogenrath.de
02406-83-328


Informationen und Tipps für einen insektenfreundlichen Vorgarten finden sie u.a. hier:

Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.: Rettet den Vorgarten
https://rettet-den-vorgarten.de/fuer-hausbesitzer/

NABU: Pflegeleichte Gärten – Alternativen zu Schotter & Co.
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/planung/26659.html

NABU: Wilde Schönheit auf kleinstem Raum
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/elemente/22370.html

NUA: Flyer Blühende Vielfalt im Vorgarten
https://www.nua.nrw.de/fileadmin/user_upload/NUA/Themen/Urbane_Gaerten/NUA_Flyer_Schottergarten_8-Seiter_internet.pdf

NUA: Broschüre Naturgarten praktisch – Infoblätter zur naturnahen Gestaltung, Nutzung und Pflege von Gärten
https://www.nua.nrw.de/medienshop/bildungsordner-bildungsmaterial-und-materialmappen/182-naturgarten-praktisch-infoblatter-zur-naturnahen-gestaltung-nutzung-und-pflege-von-garten.html