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Herzogenrather Moses - Fazit -

"1856 kehrte der Herzogenrather Moses ohne den erhofften großen Erfolg von der ersten Weltausstellung in Paris zurück. Dem neuen Moses wurden nun die bereits geöffneten Tore des israelischen Pavillons vor seinem Einzug zugeschlagen. Damit nahmen die Herzogenrath an, daß Moses II. gute Kunst dokumentiert, weil bekanntlich nur künstlerisch wertvolle Werke immer zur Diskussion Anlaß geben.."

Aus dem 5. Buch Mose
des Alten Testaments

Bronzeguss von Kurt Wolf von Borries
aus dem Jahr 1962 als Auftragsarbeit
des Nähmaschinen-Nadelfabrikanten
Ferdinand Bernhard Schmetz

So hat der Moses II. aus Bronze nunmehr seit 35 Jahren seinen festen Platz in der Bahnhofstraße, nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt. In den ersten Jahren machte man so seine Späße mit ihm: Mal hatte er ein Hemdchen an, mal ein Mäntelchen. Einmal passierte es sogar, daß er von seinem Sockel gestoßen wurde.

Er steht übrigens auf einem Postament, das zum ersten Moses aus Sandstein gehörte. Restteile von Moses I. wurden in der Nähe von Herzogenrath gefunden.

Der Moses aus Bronze hat eine Größe von 1,60 Metern und entsprach damals dem durchschnittlichen Wuchs, und der Lendenschurz paßt ohne Zweifel gut zum vielgeprüften, barfüßigen Führer durch die Wüste.

Moses II aus Bronze hat weiterhin
seinen festen Platz am Bahnhof

Die auch bei den Mosesskulpturen der großen Meister Michelangelo und Claus Sluter nicht fehlenden Hörner hat Kurt-Wolf von Borries als Wahrzeichen stärker ausgeprägt und mit fünf kräftig emporgerichteten Haarsträhnen zu einem symbolhaften, erdentrückenden "Kopfschmuck" vereint. So wird der Eindruck des Zornes und stürmischer Entschlossenheit, den die ganze Haltung des Standbildes vermittelt, noch verstärkt.

 
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