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„Stolpersteine“ für Opfer des Nationalsozialismus

Im Gedenken an die Opfer des Holocaust werden am 02. Februar 2012 in Herzogenrath und Eygelshoven „Stolpersteine“ durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Spenden zur Finanzierung der Steine und Paten für die Pflege sind willkommen.

Mit der Verlegung von sogenannten „Stolpersteinen“ werden die jüdischen Bürger aus Herzogenrath, die Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Deportation erleiden mussten und zum überwiegenden Teil ermordet wurden, im übertragenen Sinne „nach Hause geholt“.  Es wird ein Ort des Erinnerns geschaffen und die Namen gehen nicht verloren. Zu der Erinnerung kommt die Mahnung, dass sich solche Gräueltaten niemals wiederholen dürfen.

Der Arbeitskreis Wege gegen das Vergessen organisiert die Verlegung mit Unterstützung der Städte Herzogenrath und Kerkrade.

Die Steine werden am Donnerstag, dem 02. Februar 2012 durch Gunter Demnig verlegt. Beginnend um ca. 10.00 Uhr in Kohlscheid und endend um ca. 12.00 Uhr in Eygelshoven.

In diesem Jahr wird mit Stolperstein gedacht an Arnold Scheeren, christlicher Gewerkschafter aus Kohlscheid, Forstheider Straße, Wilhelmine Reiter und Abraham Baer Reiter sowie ihre Kinder, Betty und Isidor Reiter, jüdische Familie aus Herzogenrath, Kleikstraße, Dagobert Levy, Selma Levy-Simon, Manfred Levy, Erwin und Günther Levy, jüdische Familie aus Eygelshoven, Laurastraat.

Auf einem Informationsabend wird vorher über das Schicksal der Opfer berichtet. Dieser findet statt am Auschwitz-Gedenktag, 27.01.2012, 19.30 Uhr, im EBC, Eurodepark 1 – 4, Herzogenrath. Dort werden auch Gemälde des Künstlers Jochen Jung ausgestellt, die sich mit dem Holocaust beschäftigen. Hierbei wird ausführlich über das Schicksal der Opfer berichtet.

Die Stolpersteine sollen über Spenden finanziert werden.  Spenden hierfür können ab sofort auf das Konto der Stadtkasse, Konto-Nr.: 1650886, BLZ 39050000 mit dem Vermerk „Stolperstein“ eingezahlt werden.

Außerdem werden für alle Stolpersteine Patinnen und Paten gesucht, die sich um diese Steine kümmern. Gerne können auch Vereine, Schulklassen oder Jugendverbände diese Patenschaften übernehmen. Die Veranstalter würden es begrüßen, wenn viele Bürgerinnen und Bürger an der Verlegung teilnehmen würden.


 

 
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