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Impulse zu Image und Fachkräftegewinnung

Stadt Herzogenrath und Regionalagentur Aachen luden Unternehmer aus der Region zu der Veranstaltung „Image und Fachkräftegewinnung: Wie positioniere ich mein Unternehmen?“ ein. Unter dem Aspekt des demografischen Wandels erhielten die Teilnehmer interessante Impulse für ihre betrieblichen Zukunftsplanungen.

Gemeinsam begrüßten Bürgermeister Christoph von den Driesch und  die Leiterin der Regionalagentur Aachen, Elke Breidenbach, die über 50 Teilnehmer aus verschiedensten Branchen zu der Veranstaltung im Technologie Park Herzogenrath: „Image und Fachkräftegewinnung: Wie positioniere ich mein Unternehmen?“.

„Der demografische Wandel ist ein wichtiges Thema, das uns in Herzogenrath immer mehr beschäftigt. Schließlich müssen wir uns der Frage stellen: Was passiert mit der Gesellschaft, wenn sie weniger, älter und bunter wird? Für Unternehmer stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Wie finde ich auch in Zukunft  qualifizierte Arbeitnehmer für meinen Betrieb?“, so von den Driesch.

Stadt und Regionalagentur haben diese Fragen mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit verknüpft.

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung kleineren und mittleren Unternehmen Möglichkeiten zur Erhaltung ihrer zukünftigen Innovationsfähigkeit aufzeigen“, erläutert Breidenbach. Unterstützt von dem stellvertretenden Chefredakteur des Aachener Zeitungsverlages, Bernd Büttgens, der das Programm moderierte, stellte die Referentin Sonja Puchelski vom Nell-Breuning-Haus  Risiken und Chancen für Unternehmen durch den demografischen Wandel vor. Vor allem ist es dabei wichtig, sich von dem Vorurteil, dass ältere Mitarbeiter Defizitfaktoren sind, zu verabschieden. Sie schlägt vor, eine Alterstrukturanalyse der betriebsangehörigen Mitarbeiter vorzunehmen, um dann entsprechende Maßnahmen z.B. in den Bereichen Qualifizierung, Gesundheit, Motivation, einleiten zu können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat hierzu einen sogenannten „Quick Check“ im Internet eingerichtet, mit dem man verschiedene Szenarien prüfen kann (www.demowerkzeuge.de).

In dem anschließenden Gespräch über wirksame Public Relation führt Bernd Büttgens den Teilnehmern vor Augen, wie unterschiedlich Marken wahrgenommen werden und wie man sie noch besser bekannt machen kann. Interessante Nachrichten mit besonderen Hintergründen können auch für die Medien interessant sein. Deshalb heißt es für die Betriebe: Hausaufgaben machen, besondere Merkmale herausfiltern und sich herausgehoben darstellen. Auch ist der persönliche Kontakt in unserem technischen Zeitalter nach wie vor unerlässlich, um seine Geschichte an den Redakteur zu bringen. Denn oftmals werden im Gespräch Aspekte gemeinsam erarbeitet, die zu einer Veröffentlichung führen können.

Dr. Bernd Fasel von der Unternehmung Cerner com, früher selbst geschäftführender Gesellschafter im TPH Herzogenrath, heute vertretungsberechtigter leitender Angestellter des amerikanischen Konzerns im Bereich der medizinischen Bildverarbeitung, berichtete von seinen Erfahrungen insbesondere bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Er stellte die gute Kooperation mit RWTH/FH Aachen sowie die Standortvorteile in Herzogenrath heraus, die bisher die Mitarbeitersuche für ihn sehr erleichtert haben. „Einige Arbeitskräfte für unseren sehr speziellen Bereich konnte ich über die Internetjobbörse innerhalb kurzer Zeit finden“, so Fasel. Besonders stolz ist er auf das gute Arbeitsklima, das sich in einer sehr geringen Fluktuation bemerkbar macht. Seit fast 20 Jahren arbeitet er mit dem selben zuverlässigen Team zusammen. Ein Bilderbuchbeispiel für erfolgreiche mitarbeiterorientierte Unternehmensführung.

Der Jungunternehmer Jörg Carabin ist als Chef einer Aachener Werbeagentur mit vielen regionalen Kunden in Kontakt.  Auch für ihn steht das persönliche Kundengespräch vorne an. Nur so kann er den Kunden, seine Wünsche und Anforderungen ermitteln und bedarfsorientiert arbeiten. Seine Erfahrungen haben gezeigt, dass zur Präsentation eines Unternehmens oft ein professionell eingerichteter Internetauftritt hilfreich ist.

Wie wird man/ die Marke/ das Unternehmen noch bekannter?

Bürgermeister von den Driesch weiß wie schwer es ist, sich bekannt zu machen. Er selbst hat als Beigeordneter der Stadt Herzogenrath vor zwei Jahren für das Bürgermeisteramt kandidiert. Der Wahlkampf hat seinen vollen Einsatz gefordert, um seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen und ihn letztlich zum Sieg zu führen.

Auf die Frage des Moderators: „Wie schätzen Sie den Bekanntheitsgrad der Wirtschaftsstandortes Herzogenrath ein?“ räumt er ein, dass die Standortvorteile der Aachener Region sicherlich noch besser vermarktet werden müssten.  Ein Thema, dem sich die Herzogenrather Verwaltung offensiv stellt und Wirtschaftsförderung zum Top Thema Nummer eins erklärt hat.

Die Teilnehmer machten von der Möglichkeit Fragen zu stellen und Kontakte zu knüpfen regen Gebrauch. Klar war bei dieser sehr komplexen Thematik, dass sie nicht in zwei Stunden vollständig erarbeitet werden konnte. Wichtig war aber auf jeden Fall, dass die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für die Problematiken geweckt wurden. Mit Sicherheit werden in Zukunft noch interessante Veranstaltungen hierzu angeboten. Schließlich steht Wirtschaftsförderung in Herzogenrath ganz oben auf der Agenda.


 

 
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