Im Anschluss an den diesjährigen Kiga-Cup wurde in der Aktion „Vielfalt statt Einfalt“ das Herzogenrather Rathaus großflächig mit Betttüchern verhüllt. Die Motive waren eindeutig und zeigten, dass in dieser Stadt kein Platz für Intoleranz und Rechtextremismus ist.
Weit über 300 Jungen und Mädchen zwischen 3 bis 6 Jahren nahmen an dem diesjährigen Kiga-Cup am 16. Mai 2009 im Waldstadion am Fuchsberg teil. Das Turnier, dass zum 6. Mal von der Jugendabteilung des SuS Herzogenrath ausgerichtet worden ist, stellt das „Fair Play“ bei seinen Wettkämpfen in den Vordergrund. Besondere Unterstützung bekamen die kleinen Spieler von der ehemaligen Torfrau der deutschen Nationalmannschaft, Silke Rottenberg, die sich auch in das goldene Buch der Stadt eintrug.
Die Einnahmen des Turniers kommen der Herzogenrather Bürgerstiftung zu Gute, die mit dem Geld bildungsfördernde Maßnahmen in Kindergärten finanzieren wird.
Im Anschluss an den sportlichen Teil zeigten die Kinder „Fair Play“ auf einem ganz anderen Gebiet, nämlich mit ihrer Teilnahme an der Aktion „Vielfalt statt Einfalt“.
Auf Initiative des Bündnisses gegen Rechtsextremismus haben über 30 Einrichtungen – Schülen, Jugendverbände, Kindergärten, Vereine, Ämter, kirchliche Gruppen, das Soziokulturelle Zentrum Klösterchen und Frauenverbände – über 100 Laken bemalt, die in der Nähwerkstatt des Gebrauchtwarenkaufhauses „Patchwork“ zu drei riesigen Bildern zusammengefügt worden sind.
Als die Bilder an der Fassade des Rathauses hingen, war im wahrsten Sinne des Wortes „Flagge gegen Rechtsextremismus gehisst“.
„Für alle politischen Vertreter ist es sehr schön zu sehen, wie viele Menschen sich in Herzogenrath gegen rechtsextreme Tendenzen engagieren“, lobt Bürgermeister Christoph von den Driesch das vorbildliche Engagement.
Natürlich müssen die Aktionen nicht immer so groß und außergewöhnlich sein, aber sie sind ein wichtiges Bekenntnis der gesamten Zivilgesellschaft unserer Stadt.:
In Herzogenrath ist kein Platz für Fremdenfeindlichkeit und rechtsextreme Tendenzen!